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Beziehungen

Zweck der Beziehung

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Podcast: Zweck der Beziehung

BeziehungenWer meint, durch eine Beziehung Erlösung finden zu müssen, könnte immer wieder aufs Neue enttäuscht werden. Beziehungen müssen uns nicht unbedingt glücklich oder erfüllter machen, sie können uns auch einfach nur bewusster werden lassen.

Der Sinn und Zweck einer Beziehung bestehen nicht allein darin, dass wir einen Partner haben, der uns vervollständigt, sondern auch darin, dass wir mit unserem Partner unsere empfundene Vollständigkeit teilen können. Darin zeigt sich ein mögliches Paradoxon menschlicher Beziehungen: Um erfahren zu können, wer wir sind, brauchen wir nicht zwingend einen anderen Menschen. Und doch erfahren wir uns vielfach erst in der Begegnung mit anderen.

Eine Partnerschaft kann uns verschiedene Aspekte der Liebe vermitteln.

Insbesondere solche Aspekte, die wir noch nicht ausreichend integriert haben. Je nach persönlicher Entwicklung kann es dabei vor allem um die Selbstliebe gehen. Ohne Selbstliebe kann es schwerfallen, anderen liebevoll zu begegnen. Daher kann es hilfreich sein, dass jeder, der sich in einer Beziehung befindet, seine Aufmerksamkeit auch auf das Selbst lenkt: Darauf, was das Selbst ist, was es tut, hat, will, was es anstrebt, was es erschafft, was es erfährt und so weiter.

Beziehungen können eine wertvolle Gelegenheit bieten, ein umfassenderes Verständnis unseres Selbst zu entwickeln. Dies mag befremdlich klingen, weil viele von uns gelernt haben, es wäre vorrangig, sich vor allem um den anderen zu kümmern, statt um sich selbst.

Doch zum Scheitern einer Beziehung kann beitragen, dass wir unsere Aufmerksamkeit einseitig auf den anderen richten. Fast wie besessen starren manche auf ihren Partner und fragen sich: Was macht er gerade? Was sagt er, will, fordert, denkt, erwartet oder plant er?

Aus einer spirituellen Perspektive ist es hilfreich, den Blick nicht ausschließlich darauf zu richten, was der andere ist, tut, sagt, will, fordert, denkt oder erwartet. Ebenso bedeutsam ist, wie wir selbst dazu in Beziehung stehen. Dazu gibt es einen bekannten Buchtitel: 'Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest'. Wer sich selbst zugewandt und zugleich offen für den anderen begegnet, kann Liebe möglicherweise freier ausdrücken. Wem Selbstliebe schwerfällt, dem kann es auch schwerfallen, einen anderen Menschen zu lieben. Daher greift die Vorstellung möglicherweise zu kurz, Liebe zu sich selbst lasse sich allein dadurch entwickeln, dass man zunächst einen anderen liebt.

Verwandte Themen: In der Beziehung zu deinem Partner spiegelt sich deine Beziehung zum Leben. * Nähe und Distanz: Wie viel gemeinsame Zeit tut gut? * Die häufigste Ursache für Leid ist ein Mangel an Selbstliebe.


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Hinweis: Meine Texte basieren auf keiner bestimmten Lehre. Sie spiegeln mein jeweiliges Verständnis und Bewusstsein zum Zeitpunkt ihrer Entstehung wider. Artikel erstellt: 12.04.2019 * Letzte Änderung: 05.07.2025.

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