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Geistige Gesetze

6. Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Jede Ursache hat ihre Wirkung. Jede Wirkung hat ihre Ursache. Alles geschieht gesetzmäßig. Zufall ist nur ein Begriff für ein Gesetz, das uns nicht bekannt ist. Es gibt viele Ebenen von Ursachen und alle unterliegen diesem Gesetz.

Dieses Gesetz wird auch "Kausalitätsgesetz" genannt. Es ist die Grundlage dafür, dass wir einen Zusammenhang herstellen können zwischen einer URSACHE und deren (Aus-)WIRKUNG. Diese können zeitlich auch weit auseinanderliegen - daher ist uns die URSACHE für viele Erscheinungen nicht bewusst. So sprechen wir z.B. von Karma, wenn die Ursache für eine Erscheinung in unserem heutigen Leben aus einem früheren Leben stammt. Grundsätzlich stellt dieses Gesetz klar: Jede Erscheinung HAT eine Ursache! Und meist sind wir selbst es, die diese Ursache gesetzt haben. Aus dem, was wir losSCHICKen formt sich unser SCHICKsal. Niemand anderes außer uns selbst ist für unser Schicksal verantwortlich.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist die Grundlage unseres freien Willens. Denn nur durch dieses Prinzip können wir entscheiden, welche Ursachen wir setzen wollen, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Geistiges Wachstum ist nur möglich, wenn wir verstehen, welche Auswirkungen unser Denken und Handeln hat. Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist daher das, was uns zu bewussten Schöpferwesen macht. Nur aus seinem Verständnis heraus können wir unsere Zukunft BEWUSST beeinflussen und gestalten.

Dieses Gesetz sorgt dafür, dass unsere Taten (gute wie schlechte) auf uns zurückfallen. Es bewirkt, dass das, was wir denken (= Ursache), sich manifestiert und in unserer Realität in Erscheinung tritt (= Wirkung). Gedanken sind wie Magneten, die entsprechende Auswirkungen anziehen. Dieses Prinzip ist übrigens in den geistigen Schriften aller Religionen enthalten. Und auch der Volksmund kennt es - daher heißt es: „Wie man in den Wald hineinruft, so hallt es zurück.“ Jeder bekommt zurück, was er an Gedanken und Gefühlen ausgesandt hat. Dem Gesetz von Ursache und Wirkung ist es dabei egal, ob jemand sich darüber bewusst ist, was er schöpft, oder nicht. Es sorgt zuverlässig dafür, dass immer eine entsprechende Wirkung in unser Leben treten wird. Daher erzeugen Gefühle der Freude und Fülle eben genau dies: Freude und Fülle. Und Gedanken des Mangels erzeugen Mangel.

Eine Schlüsselrolle dabei spielt unser GLAUBE. Glaube hat viel mehr Macht als Wille. Nicht was wir WOLLEN geschieht, sondern dass, was wir GLAUBEN. Wenn du etwas Bestimmtes willst, aber eigentlich nicht daran glaubst, wird sich deine Realität immer gemäß deinem Glauben entwickeln. Dieses Prinzip offenbart das größte Geheimnis unserer Macht: Jedem geschieht nach seinem Glauben. Glaube versetzt Berge. Die meisten von uns ahnen nicht, wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt. Zu glauben heißt, Vertrauen zu haben, es sei wahr. Glaube ist keine Sache des Verstehens, des Verstandes, sondern des Fühlens, des Herzens. Dein Leben ist ein Spiegel deines Glaubens. Die Realität hat sich im Außen genauso manifestiert, wie du es durch deinen Glauben programmiert hast. Wenn du beispielsweise glaubst, du kannst nur reich werden, indem du hart arbeitest, wird genau dies deine Wirklichkeit werden. Das große Geheimnis des Lebens besteht darin, dass nicht zuerst unsere Realität entsteht, sondern alle Erscheinungen immer zuerst im Geist entstehen. Das Außen manifestiert sich dann entsprechend unserer Vorstellung, unserem Glauben.

Das Fatale ist, dass wir uns vieler unserer Glaubenssätze gar nicht bewusst sind. Vieles von dem, was wir glauben, wie die Welt ist, haben wir einfach von anderen übernommen. Hauptsächlich natürlich als Kind von unseren Eltern. Daher gibt es auch so viele Parallelen zwischen uns und unseren Eltern: Wir haben das, was sie selbst glaubten, ungeprüft übernommen. Diese Glaubensvorstellungen erschaffen nun wie Programme laufend unsere Realität. Die gute Nachricht dabei ist: Alles, was wir DENKEN, können wir auch verändern. Daher können wir natürlich auch unsere alten Programme ändern. Dazu ist es notwendig zu erkennen, was du glaubst. Und zu erkennen, was davon überholt ist. Und dann anzufangen, ganz bewusst an eine andere Wirklichkeit zu glauben.

Dies ist wohl eine der wichtigsten Erkenntnisse auf dem Pfad der Spiritualität: Alles, was wir erschaffen oder ändern wollen, müssen wir zuerst in uns selbst, in unseren Gedanken und in unserem Glauben tun. Durch Willen und Glauben schaffen wir Tatsachen. So sind wir in der Lage, uns fast jede beliebige Realität zu manifestieren. Aus diesem Grunde werden wir Menschen auch als "Sohn Gottes" bezeichnet: Wir haben das Potenzial, Wirklichkeiten bewusst nach unseren Vorstellungen zu erschaffen. Dies ist eine Technik, die man lernen und trainieren kann. Hier einige Grundregeln dazu:

* Steht sich dein Wille und dein Glaube feindlich gegenüber, gewinnt immer dein Glaube. Nicht, was du WILLST geschieht, sondern was du GLAUBST. Daher ist es so wichtig, bei jedem Vorhaben zunächst die eigenen Glaubenssätze zu überprüfen. Beispiel: Du setzt dir als Ziel, erfolgreich zu sein. Ein Glaubenssatz in dir lautet jedoch: "Du bist nichts wert". Wenn etwas in dir glaubt, dass du es nicht wert bis, Erfolg zu haben, wirst du auch niemals erfolgreich sein - zumindest nicht dauerhaft.

* Verlege das, was du dir wünschst, ins JETZT. Schöpfung geschieht immer im JETZT - nie in der Vergangenheit oder Zukunft. Sage also beispielsweise nicht: „Ich möchte erfolgreich WERDEN“ (= Zukunft) sondern sage: „Ich BIN erfolgreich!“ (= Gegenwart). ICH BIN ist ein Zauberwort! Jedes Mal, wenn du einen Satz mit "Ich bin..." aussprichst, sendest du eine Definition von dir ans Universum. Wenn diese Aussage mit Überzeugung (= Glaube) und ohne jeden Zweifel ausgesprochen wird, ist dies ein Befehl, der mit absoluter Sicherheit eine entsprechende Realität erzeugen wird! Das geschieht durch das Gesetz von Ursache und Wirkung - es wird zuverlässig und unausweichlich dafür sorgen. Bedenke: Das gilt auch für deine unbedachten, negativen Aussagen wie "Ich bin so ein Tollpatsch!" oder "Ich bin so blöd!". Daher - ganz wichtig: ACHTE GENAU AUF DEINE "ICH BIN" Aussagen!

* Zweifle nicht - vertraue! Zweifel ist Glaube, der gegen dich arbeitet. Wenn ich dir rate "ICH BIN erfolgreich!" zu sagen, obwohl du es deiner Einschätzung nach im Moment nicht bist, entstehen Zweifel. Und genau hier liegt die Blockade, die deiner unbegrenzten Schöpferkraft noch im Wege steht. Der Trick an dieser Stelle ist, all deine beschränkenden Vorstellungen über dich selbst komplett beiseite zu legen. Ich behaupte: Du weißt gar nicht, wer du bist. Du bist ein weißes Blatt Papier, dass alles sein kann, wenn es will. Auf deinem Papier haben schon einige herumgekrizelt. Du hast es zugelassen. Auf diese Weise entstand so etwas wie ein "Bild" von dir. Aber es ist nur Gekritzel. Mit deinem wahren Wesen hat es herzlich wenig zu tun! Daher wische all dies fort - und werde jetzt, in diesem Augenblick, wieder zu einem weißen, unbeschriebenem Blatt Papier. Jetzt kannst du wieder ALLES sein!

Du möchtest erfolgreich sein? Dann sei jetzt, nachdem du das Gekritzel der Vergangenheit weggewischt hast, das weiße Blatt Papier und beschreibe es JETZT neu mit: "ICH BIN ERFOLGREICH!". Vertraue der Macht, die dir gegeben ist. Vertraue der unausweichlichen Wirkung der geistigen Gesetze, die du nun für dich wirken lässt!

* Denke in Bildern! Stelle dir - um bei diesem Beispiel zu bleiben - bildlich vor, wie du erfolgreich bist. Wie du dich freust und deinen Erfolg genießt! Unser Unterbewusstsein arbeitet mit Bildern. Mache dir in deiner Vorstellung ein möglichst genaues und lebendiges Bild von dem, was du dir wünscht. Worum es dabei geht: Jede bildhafte Vorstellung, die uns erfüllt, hat das Bestreben, sich zu verwirklichen. Verbinde dein Bild daher auch mit den von dir gewünschten Gefühlen. Und halte dieses Bild eine Zeitlang fest. Das kannst du in deiner Vorstellung tun, oder du zeichnest eine Skizze oder schreibst dir einen entsprechenden Satz auf einen Zettel. Denke für eine Zeitlang öfter an deinen Wunsch. Wenn du eine Skizze oder einen Zettel gemacht hast, hänge sie dorthin, wo sie dir im Verlauf der nächsten Tage immer mal wieder ins Auge fallen. Und dann lasse deinen Wunsch gedanklich wieder los! Schmeiße Skizze oder Zettel weg und vertraue darauf, dass sich das Universum nun an die Umsetzung macht. Bedenke: Geist ist schnell, Materie ist träge. Daher mag es einige Zeit dauern, bis sich die Auswirkungen im Außen materialisiert haben - aber es wird geschehen.

* Bitte um Hilfe! Wenn du mangels eigener Erfahrungen oder aufgrund eines dich behindernden Glaubenssatz noch nicht an deine eigene, unbegrenzte Schöpferkraft glauben kannst: Bitte andere Kräfte, dir zu helfen! Das Universum ist dir wohlgesonnen. Und um dich herum warten zahlreiche unsichtbare Wesen, dir nur darauf warten, dir endlich helfen zu dürfen. Sie dürfen aber nicht, solange du sie nicht aktiv darum bittest! DU musst den ersten Schritt machen! Aufgrund einer Grundregel müssen sie deinen freien Willen beachten und dürfen erst dann eingreifen, wenn dies deinem ausdrücklichen Wunsch entspricht. Um Unterstützung zu bekommen, kannst du dich - je nachdem, woran du glaubst - an das Universum wenden, an Gott, Jesus, Buddha, Allah, deine Ahnen oder an die Engel. Es heißt nicht umsonst: "Bitte - und dir wird gegeben werden"!

* Danke! Danke dafür, dass ich JETZT erfolgreich bin! Wenn du deinen Dank so formulierst, als hättest du schon bekommen, was du dir wünschst, verlegst du damit die Erfüllung deines Wunsches ins JETZT. Warum das so wichtig ist? Nur da können geistige Kräfte unmittelbar einwirken! Jede Schöpfung geschieht immer nur im JETZT. Auf geistiger Ebene gibt es keine Zeit - dort gibt es immer nur das JETZT. Das ist für uns Menschen auf der Erde schwer (oder gar nicht) vorstellbar, schließlich leben wir in der Dimension von Zeit und Raum. Dass wir die WIRKUNG einer Schöpfung im JETZT oft erst "später" wahrnehmen - das liegt u.a. an der Trägheit der materiellen Welt, in der wir leben. Wie gesagt: Geist ist schnell, Materie ist träge.

Beim DANKEN geht es nicht darum, dass Gott oder ein anderes geistiges Wesen auf unseren Dank angewiesen wäre oder dies von uns verlangt. Es ist auch nicht so, dass uns nur dann geholfen wird, wenn wir zuvor unsere tiefe Dankbarkeit gezeigt haben. Es geht vielmehr um uns selbst: Unser Dank im JETZT ist die Anerkennung der in diesem Gesetz von Ursache und Wirkung beschriebenen Tatsachen. Es ist ein Schritt unsererseits, der die Hilfe aus der geistigen Welt autorisiert und ermöglicht.

* Leiste deinen Beitrag zur Erfüllung deines Wunsches! Wir müssen immer auch einen eigenen Teil dazu beitragen, damit sich unser Wunsch erfüllt. Du möchtest erfolgreich sein - liegst aber den ganzen Tag auf dem Sofa? Das Prinzip "Wasch mich, aber mach mich nicht nass!" funktioniert auch hier nicht - ohne deinen Eigenanteil läuft nichts. Die geistige Welt ist gern bereit zu helfen - sofern sie sieht, dass wir bereits sind, unseren eigenen Teil dafür beizutragen!

Übung macht auch hier den Meister. Wir haben all dies leider nicht in der Schule, dem Studium oder während unsere Ausbildung erfahren. Aber immerhin - wenigstens JETZT! Und was könnte sinnvoller sein, als sich ab jetzt in der Kunst zu üben, sich selbst das Paradies auf Erden zu erschaffen?


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