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Geistige Gesetze

1. Das Gesetz der Geistigkeit

Das All ist Geist, das Universum ist geistig. Alles Stoffliche entwickelt sich aus dem Geistigen. Allen sichtbaren Geschehnissen ging ein geistiges Geschehnis voraus.

Dies ist das grundlegendste Gesetz - und für die meisten von uns das am schwersten zu verstehende Gesetz. Das Verständnis hierüber ist jedoch die Grundlage, um alle anderen geistigen Gesetze verstehen zu können. Um zunächst die verwendeten Begriffe zu erklären: Der Begriff "Geist" (englisch: "Mind") meint hier "reines Bewusstsein". Der menschliche Geist ist ein Teil des universalen Bewusstseins bzw. Geist. Mit "Universum" wird das gesamte Weltall bezeichnet. Die Bezeichnung "das All" geht noch darüber hinaus - es umfasst ALLES. Jegliche Form von Materie ebenso wie alles nicht Materielle. Zum "All" gehört also auch jede Form von Gedanken, Gefühlen sowie alle existierenden Energien und Kräfte.

Der Glaube, unser Universum würde aus fester Materie bestehen, ist längst wissenschaftlich widerlegt. Materie besteht aus Atomen. Zwischen Atomkern und Atomhülle befindet sich leerer Raum. Dieser leere Raum macht 99,99% des Atoms aus. Das, was wir "fest" nennen, jeder Stein, jeder Stuhl und jede Mauer, ist in Wahrheit gar nicht fest, sondern besteht zu über 99,99% aus leerem Raum. Albert Einstein wies nach, dass Materie (Masse) immer in einem bestimmten Verhältnis zu Energie steht. Masse kann in Energie umgewandelt werden - und umgekehrt. Die moderne Quantenphysik hat belegt, dass unser Bewusstsein Energien beeinflussen kann. Siehe hierzu beispielsweise das "Doppelspalt-Experiment". Demnach manifestieren sich die Umstände, die wir nach unseren tiefsten Überzeugungen erwarten.

Fazit dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse ist: Unser Bewusstsein (Geist) kann Materie beeinflussen und steuern. Bewusstsein ist eine Form von Energie. Ein hohes Bewusstsein (z.B. Gott) kann viel Masse erschaffen (Universen). Ein kleines Bewusstsein (z.B. Mensch) kann entsprechend wenig Masse erschaffen oder bewegen - hat äquivalent aber die gleichen Fähigkeiten.

Was für die Wissenschaft heute eine neue und erst in Teilen wirklich verstandene Erkenntnis ist, war Hermis Trismegistos bereits vor 5.000 Jahren bewusst. Daher lehrte er als erstes Gesetz: Das All ist Geist, das Universum ist geistig. Alle großen Weltreligionen beschreiben dieses Prinzip ebenfalls: Sie benennen das "universelle Bewusstsein" als Ursache für alle Erscheinungen. Für dieses Bewusstsein gibt es - je nach Religion - unterschiedliche Namen: Gott, Schöpfer, Quelle, Braham, Akasha, Chi, Prana - und viele weitere mehr.

Bewusstsein ist der Materie übergeordnet. Bewusstsein erschafft und lenkt Materie!

Im Alten Testament der Bibel wird erklärt, dass der Mensch ein Abbild Gottes ist und er mit seinen Eigenschaften ausgestattet wurde. Jesus war sich dessen bewusst. Er lehrte, dass jeder Mensch, tun könne, was er tat - sogar noch Größeres. Und zwar dann, wenn sich der Mensch der Existenz dieser höheren Macht (Gottes) bewusst wird und er seine eigene, WAHRE IDENTITÄT (als "Sohn" dieser Macht) erkennt. Unsere Seele WEISS dies - unser menschliches Bewusstsein kann dies zunächst nur GLAUBEN. Oder eben nicht, denn dies unterliegt dem freien Willen jedes Einzelnen und ist Teil der Lernerfahrungen, die wir auf der Erde machen wollen.

Zwischen dem universellen Bewusstsein (Gott) und unserer Seele gibt es unzählige Ebenen. Und auch unser menschliches Bewusstsein ist nur ein Teil unserer Ursprungsseele. Es wurde abgespalten, um außerhalb der Einheit bestimmte Erfahrungen in der bipolaren Welt der Erde machen zu können. Dafür musste dieses Bewusstsein begrenzt werden. Es musste vergessen, wer es eigentlich ist, sonst kann die Illusion der Getrenntheit, die Illusion der Polarität auf der Erde, nicht erfahren werden.

Da wir als Mensch nicht mehr "wissen", dass wir aus der Einheit kommen und Teil eines höheren Bewusstseins sind, kommt unser GLAUBE ins Spiel. Glaube ist ein Teil unseres Bewusstseins - ein extrem wichtiger und mächtiger! Schon Jesus wies häufig auf die Macht unseres Glaubens hin, etwa indem er lehrte: "Glaube versetzt Berge" oder "Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt".

Hinter diesem Prinzip steckt der Schlüssel zu unserer wahren Macht. Wenn wir uns unserer geistigen Identität und Herkunft bewusst werden, können wir lernen, diese Macht (Schöpferkraft) bewusst einzusetzen und über sie zu verfügen.

Zwei wichtige Grundsätze dazu:
1. Jedem geschieht nach seinem Glauben.
2. Stehen sich Wille und Glaube feindlich gegenüber, gewinnt immer der Glaube.

Das bedeutet: Nicht, was wir WOLLEN geschieht, sondern was wir GLAUBEN!
Die moderne Wissenschaft hat dieses Prinzip inzwischen ebenfalls erkannt, z.B. durch den Nachweis des "Placebo-Effekts".

Beispiele für die praktische Anwendung dieses Gesetzes:

* Du bist der Schöpfer deiner Lebenssituation. Du hast sie geschaffen - und du kannst sie verändern.
   Das dies für uns so schwer erkennbar ist, liegt daran, dass wir zu ca. 95 Prozent von unserem Unterbewusstsein gesteuert werden.
   Wir erschaffen ständig, allerdings nicht mittels unseres bewussten Willen, sondern unbewusst.

* Die Grenzen der Macht, dein Leben zu verändern, existieren nur in deinem Kopf. Werde dir deiner begrenzenden Glaubenssätze bewusst!

* Wenn du deine Schöpferkraft bewusst einsetzen möchtest, musst du lernen, deinen Geist zu beherrschen.
   Hierbei können z.B. Meditation, spirituelle Praktiken, Kurse und entsprechende Bücher hilfreich sein.


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