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Gott

Wie kann ich Gott begegnen?

Gott wird häufig am falschen Ort gesucht: Irgendwo im Außen, weit weg, „im Himmel“, in der Kirche, in einer Religion, in der Bibel. Manche glauben, er wirkte nur irgendwann in der Vergangenheit (z.B. zu Zeiten Jesus und in der Zeit, über die in der Bibel berichtet wird). Andere wiederrum meinen, sie müssten erst auf die Rückkehr eines „Messias“ warten und erst dann sei der Kontakt zu Gott (oder zu einem von Gott gesandten Messias) wieder möglich. Der in der Bibel häufig benutzte Begriff der „Ewigkeit“ wurde auf tragische Weise missverstanden. „Ewigkeit“ bedeutet nicht „endlose Zeit“ sondern meint einen Zustand außerhalb der Zeit – die Gegenwärtigkeit, das ewige JETZT.

In Wahrheit ist Gott also weder an einem fernen Ort noch müssen wir auf irgendein Ereignis in der Zukunft warten, um ihm zu begegnen. Gott existiert von Ewigkeit zu Ewigkeit – und das meint, er existiert im JETZT und er existiert IN UNS. Er ist also direkt vor unserer Nase, in DIESEM AUGENBLICK. Und da die meisten Menschen aufgrund falscher Lehren und falscher Vorstellungen Gott im HIER UND JETZT und JEDRZEIT GANZ NAH nicht vermuten, wird er von der Masse der Menschen nicht erkannt.

Wenn wir ihm begegnen wollen ist es hilfreich, erst einmal still zu werden. In nichts lässt sich Gott so leicht erkennen, wie in der Stille. Innere Stille und Gegenwärtigkeit sind die wichtigsten Schlüssel, um eine Ahnung von der göttlichen Wirklichkeit zu bekommen, die uns stets und überall umgibt und die in Wahrheit unser natürlicher Bewusstseins-Zustand ist.

Dies wird uns nicht gerade leicht gemacht: Keine andere Gesellschaft der Menschheitsgeschichte wurde durch so viel Lärm, Hektik, manipulierende Medien und bestimmte Technologien so sehr von der Entdeckung ihrer eigenen Göttlichkeit abgelenkt, wie die heutige! Wer seinen Blick auf die rastlose Welt mit seinen zahllosen Erscheinungen lenkt und lenken lässt, kann die spirituelle Dimension seines Lebens nur schwer erkennen.

Es braucht eine gewisse Disziplin, um die Flut der eigenen Gedanken zu beruhigen und innerlich still zu werden. Um in Kommunikation mit Gott zu treten müssen wir lernen, unseren Verstand, unsere Gedankenflut zu beherrschen. Wir müssen lernen, auf die leise, zarte "Innere Stimme" zu lauschen, über die das Göttliche mit uns kommuniziert. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welcher Weg für ihn dafür der Geeignetste ist: Bei vielen gelingt dies am besten durch Meditation. Andere können am besten bei einem Waldspaziergang Kontakt mit ihrem Inneren aufnehmen. Und bei einigen geschieht dies durch Sport, z.B. bei ausgedehntem Laufen. Entscheidend ist der Wunsch, mit (s)einer höheren Weisheit in Kontakt zu treten und die Beharrlichkeit, denn - wie bei allem anderen - macht auch hier erst geduldiges Üben den Meister!


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