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Tod

Der Tod ist nicht das Ende - er ist nur das Ende unserer Illusionen.

Wir leben in einer Kultur die das Phänomen „Tod“ als Tabu betrachtet und kein rechtes Verständnis für diesen Vorgang hat. Dies ist vor allem deswegen bedauerlich, weil sowohl der Tod selbst als auch das Näherrücken des Todes eine große Möglichkeit für spirituelles Erwachen bietet. Bei mangelndem Verständnis zum Vorgang des „Sterbens“ wird diese Chance in der Regel nicht genutzt und es kommt zu einer weiteren Inkarnation, einem weiteren Leben.

Wir alle haben schon viele hundert Male gelebt und sind viele hundert Male gestorben, siehe -> Reinkarnation. Dieses "Rad der Widergeburt" endet erst, wenn wir ausreichend Bewusstsein über die "Gesetze des Lebens" erlangt haben, wenn wir Erkenntnis über unser "wahre Selbst" erlangt haben und ein bestimmtes "Seelengewicht" bzw. "Seelenalter" aufgrund der verschiedenen Lebenserfahrungen auf der Erde erreicht haben.

Nachdem wir durch das „Tor des Todes“ gegangen sind begreifen wir, dass der Tod nur eine Illusion ist. Nichts, was einen Wert hat und was echt ist, geht jemals verloren. Mit dem Prozess des physischen Todes beginnt die Auflösung unseres physischen Körpers und es stirbt lediglich das „falsche Selbst“, die Vorstellung, die wir bisher über uns selbst hatten, darüber wer und was wir sind.

So erkennen wir zum Beispiel, dass die Identifikation mit unserem Körper nur eine Illusion war. Der Tod ist das Ende all dieser Illusionen und Irrtümer über uns selbst. Schmerzhaft ist er nur dann, wenn wir versuchen, uns an diesen Illusionen festzuhalten. Wer sich jedoch bereits zu Lebzeiten mit der Frage beschäftigt, wer oder was er in Wahrheit ist, hat es bei diesem Übergang, der "Tod" genannt wird, in aller Regel leichter, denn er versteht, dass dies nicht das Ende, sondern lediglich ein Übergang ist.

Nahtoderlebnisse und der Tod selbst bieten große Chancen für spirituelles Erwachen. Das gilt auch, wenn der Tod beginnt, näher zu rücken oder man durch andere Menschen oder Tiere mit dem Tod in Kontakt kommt. Und neben diesen Chancen VOR dem Tod öffnet sich ein letztes Tor unmittelbar nach dem Tod des Körpers. Dieses letzte Tor öffnet sich nur kurz - und wer die Gelegenheiten für spirituelles Erwachen in seinem Leben ungenutzt verstreichen ließ, wird es auch jetzt in der Regel verfehlen.

Das, was nach diesem Übergang geschieht, hängt von der Reife unseres Bewusstseins zum Zeitpunkt des "Todes" ab. Dies wird entschieden durch die Frage, wie du dein Leben verbracht hast, womit du dich beschäftigt hast und welche "Fortschritte" du im Rahmen deiner Möglichkeiten gemacht hast. Deshalb ist es so wichtig, sich mit dem Tod zu beschäftigen. Nur wer den Tod versteht, versteht die Bedeutung des Lebens.

Es gibt in einigen Buddhistischen Traditionen den Brauch, sich bereits von Kind an auf eine "glückliche Sterbestunde" vorzubereiten. Das beeinhaltet, dass man stets "reisebereit" ist. Und dazu gehört unter anderem, dass man ungeklärte Konflikte bereingt hat und dass den Menschen um sich herum alles gesagt hat, was einem zu sagen wichtig ist. Diese Form der Vorbereitung auf den Tod bringt eine gewisse Ruhe ins Leben. Denn wer dann tatsächlich in eine lebensbedrohliche Situation gerät, was in Form eines Unfalls, plötzlich auftretenden Krankheiten u.ä. ja jederzeit passieren kann, ist man zumindest in Bezug auf diese Punkte mit sich in Frieden. Denn wer sich in einem solchen Moment zusätzlich noch mit Gedanken darüber quält, WAS er WEM gern noch alles gesagt hätte, was noch alles zu erledigen wäre, was in Bezug auf die persönliche Hinterlassenschaft etc. hätte geklärt werden müssen, erlebt vermutlich einen recht stresserfüllten Übergang. Das ist nicht nur unangenehm, sondern für den Prozess des Übergangs hinderlich. Es ist daher eine gute Idee, sich bereits JETZT auf eine „glückliche Sterbestunde“ vorzubereiten. Und zwar selbst dann, wenn dies noch in weiter Ferne zu sein scheint. Probiere es aus - es wird für mehr Frieden und Gelassenheit in deinen Gedanken sorgen!


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