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Mangel

Das Gefühl von Mangel beruht darauf, dass du dich ungeliebt und wertlos fühlst.

Angst ist ein Mangel an Liebe. Mangel ist die Abwesenheit von Fülle. Wut und Ablehnung sind ein Mangel an Dankbarkeit. Es kann dir nicht an etwas mangeln, das nicht zuvor vorhanden war. Ohne Anwesenheit kann es keine Abwesenheit geben. Dies sind die Gesetze unserer dualen, polaren Welt. Alles hat einen Gegensatz. Es ist wie ein Versteckspiel: Wir sehen entweder das Eine oder das Andere. Wir sehen das halbvolle oder das halbleere Glas. Manchmal scheint es uns so, als ob diese zwei Welten nebeneinander existieren würden. Aber in Wahrheit gibt es nur eine Wirklichkeit, ein zur Hälfte gefülltes Glas. Und du entscheidest, wie du es betrachtest.

Wenn du in der Tiefe glaubst, dass du es nicht wert bist, geliebt zu werden, wirst du deinen Mangel nach Außen projizieren. Dann neigst du dazu, das Glas als halbleer statt als halbvoll zu betrachten und dich darüber beklagen, dass du zu wenig hast. Zu wenig Geld, zu wenig Freunde, eine zu kleine Wohnung, zu wenig gute Einfälle - das variiert dann.

Wie du auf dein Leben und dessen Umstände schaust, hängt davon ab, ob du dich liebenswert oder nicht liebenswert, wertvoll oder wertlos fühlst. Du wirst in beiden Fällen unbewusst eine Situation erschaffen, die die deine Meinung über dich selbst bestärkt. Mangel ist ein wichtiger Lehrmeister. Jede Wahrnehmung eines Mangels in deiner Umgebung spiegelt letztlich ein inneres Gefühl von Wertlosigkeit, dass dir bewusst werden will.

Das Gefühl, das etwas fehlt, das etwas zu wenig sein könnte, entsteht durch deine Erinnerung an alte Wunden. Wenn du Mangel erlebst, lebst du in der Vergangenheit. Du projizierst deine früheren Erfahrungen als Angst oder Sorgen in deine Zukunft. Der Ausweg besteht darin, Vergangenes zu vergeben. Dann spielt es keine Rolle mehr, was in der Vergangenheit passiert ist. Es wirkt sich nicht mehr aus, weil du es losgelassen hast.

Das gilt auch, wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, wenn du meinst, dir sei Unrecht angetan worden. Dadurch holst du den Mangel in dein Leben, denn nur jemand, der sich unfair behandelt fühlt, wird auch unfair behandelt. Du erschaffst dir diese Situation selbst, du bist ihre Ursache. Siehe auch unter -> Geistige Gesetze sowie dem Prinzip: 'Jedem geschieht nach seinem Glauben' -> Glaube.

Die Lösung besteht nicht darin, dir selbst einzureden: 'Ich bin jetzt liebenswert!' oder 'Ich bin es ab sofort wert, geliebt zu werden!'. Das wird nicht funktionieren. Du kannst dich in der Tiefe nicht zu positivem Denken zwingen. Aber was du tun kannst, ist, deine Negativität anzunehmen. Sei einfach ehrlich. Sei dir bewusst: 'Ich fühle mich gerade nicht liebenswert. Ich fühle mich missachtet. Ich fühle mich wertlos. Ich habe Angst davor, dass sich schlimme und schmerzvolle Dinge, die in der Vergangenheit geschehen sind, wiederholen.'

Nimm wahr, wie sich dein Herz jetzt anfühlt, und beobachte deine Anspannungen und Verkrampfungen. Nimm wahr, wie sehr du deine Gefühle weggesperrt hast. Was ist geschehen? Etwas ist gerade passiert und du hattest die Wahl, es als positiv oder negativ zu betrachten. Du hast dich für negative Sichtweise und somit für die Opferrolle entschieden. Kein Problem. Kein Grund, dich deswegen noch mehr zu verkrampfen oder dich niederzumachen. Sei dir einfach deiner Wahl bewusst. Schaue dir die damit einhergehenden Gefühle an. Deine Wahl hat dazu geführt, dass du dich unglücklich fühlst. Schau dir das alles an - und dann lass es los.

Falls du dich glücklicher fühlen möchtest, triff beim nächsten Mal eine andere Entscheidung. Betrachte das Glas als halbvoll. Wenn du dies aus vollem Herzen tun kannst, lässt du damit die Vergangenheit los und deine Wunde kann heilen. Versuche es - es funktioniert.

Das ist ein Akt der Liebe und eine Geste der Hoffnung, denn dadurch sagst du: 'Ich weiß, dass es einen besseren Weg gibt. Ich weiß, dass ich eine andere Wahl treffen kann.' Der Weg deiner individuellen Erlösung besteht darin, dir selbst eine andere Wahl zu ermöglichen. Diesen Weg kannst du beschreiten, indem du vergangenes vergibst und loslässt. Egal, wie oft du schon den gleichen Fehler gemacht hast: Du bekommst stets aufs Neue die Möglichkeit, dir selbst zu vergeben. Ohne Vergebung ist es unmöglich, über das Mangeldenken hinauszugehen. Um vergeben zu können, musst du dir all deiner Schmerzen und Wunden bewußt werden und sie anerkennen. Erst dann kannst du sie vergeben. Siehe mehr dazu hier -> Vergebung.

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