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Konflikte

Die eigentliche Ursache für Konflikte ist der Irrglaube, andere seien mehr oder weniger wert, als du selbst.

Alle zwischenmenschlichen Konflikte haben eine simple Ursache: Jede Seite degradiert die jeweils andere. Jede Seite betrachtet die andere als weniger wert. Konflikte lösen sich daher häufig erst dann auf, wenn du bereit bist, die Person, mit der du in Konflikt stehst, zu lieben.

Liebe und Frieden erfährst du nicht durch deine Übereinstimmung mit anderen. Frieden entsteht, indem du deine Feinde, Gegner und Konfliktpartner liebst, auch wenn ihr unterschiedlicher Meinung seid. Egos können in der Tiefe nicht miteinander übereinstimmen, das entspricht nicht ihrem Wesen. Aber du kannst lernen, die Dinge nicht nur aus deinem, sondern auch aus dem Blickwinkel des anderen zu betrachten. Mit Respekt und Akzeptanz lassen sich die schwierigsten Probleme lösen. Wenn Liebe und gegenseitige Achtung vorhanden sind, entsteht Frieden. In dir und bei dem anderen. Siehe hierzu auch das Thema -> Liebe.

Wenn du dich von Jemanden ungerecht behandelt fühlst, wäre es allerdings lieblos dir selbst gegenüber, dies einfach hinzunehmen. Kämpfe jedoch nie, weil du den anderen hasst, sondern weil du dich selbst liebst! Allerdings solltest du niemals mit Strafen drohen, denn damit dienst du nur der Angst. Stattdessen hebe die positiven Folgen des - deiner Meinung nach - richtigen Verhaltens auf.

Eine praktische Grundregel bei aufkommenden Konflikten ist auch, erst einmal die Hitze des Gefechts abkühlen zu lassen, beispielsweise in dem du mal kurz zur Toilette oder vor die Tür gehst. Dann kannst du die Situation meist klarer sehen, dich an die Liebe erinnern und nach Lösungen suchen, mit denen sich beide Seiten wohlfühlen. Auf diese Weise bringst du Frieden in dein Leben.

Totalitäre und fundamentalistische Ideen entwerfen Feindbilder, die es dann zu besiegen gilt. Sie vertreten die Überzeugung, dass es eine gute und eine schlechte Seite gibt. Ihre Sicht ist dualistisch und grob vereinfacht. Schaue dir die Geschichte unserer Welt an: Die Reaktion bei Konflikten war fast immer, alle ausschalten zu wollen, mit denen man selbst nicht übereinstimmt. Es war nie das Ziel, den Gegner verstehen zu wollen oder ihn zu lieben, sondern immer alle Feinde nach Möglichkeit zu vernichten. Schaue dir an, wohin uns das gebracht hat.

Der demokratische Ansatz ist, die Vielfalt zu begrüßen und alle Stimmen zu hören. Auf das Gute im Menschen zu vertrauen, Gegner zu achten, zu lieben und von ihnen zu lernen. Dies setzt die Fähigkeit voraus, verschiedene Sichtweisen zu betrachten und deine eigene Meinung, wenn nötig, ändern zu können. Dies ist der Weg der Liebe, denn er betrachtet jeden Menschen und jede Meinung grundsätzlich als gleichwertig. Dieser Weg ist nicht leicht, denn deine Bereitschaft, Gleichheit zu akzeptieren, wird ständig aufs neue herausgefordert. Doch ist dies der Weg, um in deinem Herzen Frieden zu finden und mit allen anderen Menschen in Frieden zusammenzuleben.

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