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Arbeit

Es ist egal, WAS wir tun, entscheidend ist, WIE wir es tun.

Wer sich ein glückliches und erfülltes Leben ersehnt sollte vor allem darauf schauen, womit er die meiste Zeit des Tages verbringt - und wie er sich dabei fühlt. Wenn das Berufsleben nicht erfüllend ist, wie kann es das Lebensgefühl dann sein?

Nur wenige Menschen finden Erfüllung darin, den ganzen Tag vor einem Bildschirm zu sitzen und Routineaufgaben zu erledigen. Viele tragen beeindruckende Berufsbezeichnungen, doch die Tätigkeit, die sie tagtäglich ausüben, ist hohl und befriedigt sie nicht. Es gibt immer Wege, sich von einer unbefriedigenden Tätigkeit zu verabschieden und sich einer Sache zuzuwenden, die mehr Erfüllung verspricht und bei der wir unser wahres Potenzial verwirklichen können.

Viele, die unzufrieden sind, haben große Angst vor einem notwendigen Absprung, vor dem Verlassen des Vertrauten, vermeintlich sicherem, hinein in etwas Unbekanntes. Natürlich liegt hierin ein Risiko, gleichzeitig aber auch die Chance von Wachstum und Fortschritt. Und alles hat seinen Preis. Eventuell musst du bereit sein, zumindest vorübergehend mit Unsicherheit und einem geringerem Einkommen zu leben. Aber wie viel Geld brauchst du denn eigentlich wirklich zum Leben?

Der finanzielle Aspekt einer Tätigkeit wird gegenüber dem qualitativen Aspekt einer erfüllenden Tätigkeit meist vollkommen überwertetet. Weder Geld noch materieller Wohlstand macht uns dauerhaft glücklich, das ist eine Binsenwahrheit. Meist wird sie aber nur von jenen wirklich verstanden, die materiellen Wohlstand in ausreichendem Maße verwirklicht haben und aus Erfahrung wissen, das Geld allein nicht glücklich macht.

Wir leben in einer materiellen Welt und brauchen eine gewisse Menge an Geld, um uns zu versorgen. Aber verglichen mit vielen anderen Ländern leben wir in Deutschland in einem gigantischen Überfluss. Dennoch klagen viele - trotz unseres vergleichsweise üppigen Einkommens - darüber, dass sie zu wenig verdienen. Das hat meist weniger mit den tatsächlichen Bedürfnissen zu tun, als vielmehr mit einem inneren Mangelgefühl das sagt: „Es reicht nicht – es ist nicht genug!“. Diese Haltung wird durch die Einflüsse der Medien unterstützt, die uns ständig neue, teure Konsumgüter anbieten, von denen wir dann irgendwann glauben, sie gehören zu einem guten Lebensstil dazu. Und um den zu erreichen, müssen wir in unserem Hamsterrad immer schneller laufen.

Wer glaubt, nur wer viel arbeitet, verdient auch viel Geld, liegt völlig falsch. Reichtum kommt nicht von außen - sondern von innen. Rund 80% der Lottomillionäre haben nach 2 Jahren wieder genau so viel oder wenig Geld, wie vor Ihrem Gewinn. Sie können diese Form der Energie, nichts anderes ist Geld, nicht halten, weil ihre innere Einstellung dies nicht ermöglicht.

Charakter, Stärke, Disziplin, Durchhaltevermögen, Willen, Vertrauen, Freundlichkeit - sind diese Eigenschaften entwickelt, strahlen sie auch nach Außen und lassen uns Erfolg-reich sein. Daher ist das vorhandene, selbst erschaffene Vermögen immer auch ein Gradmesser der Entwicklung eben dieser Eigenschaften. Analog zu Menschen, die Geld nicht halten können, weil Ihnen die innere Basis dafür fehlt, schaffen es viele Unternehmerpersönlichkeiten, trotz Zusammenbruch ihrer Firma und Verlust aller finanziellen Mittel nach wenigen Jahren wieder ein neues Imperium aufzubauen. Im Außen formt sich immer wieder ein Abbild der inneren Wirklichkeit.

Es ist wichtig, uns unserer Potenziale bewusst zu werden, zu erforschen, was uns liegt und was nicht. Das -> Human Design System kann hierfür eine wichtige Grundlage bieten.

Es gibt einen ganz einfachen Kompass auf dem Weg zu einem erfüllten Leben: Wenn etwas anstrengend ist und uns schwerfällt, ist es fast immer ein Irrweg. Dann hat uns der Kopf und nicht unser Herz geführt. Das, was uns wirklich entspricht, macht uns in aller Regel Spaß und geht uns ganz leicht von der Hand.

Das ist der Fall, wenn jemand beispielsweise sein Hobby zum Beruf gemacht hat und jetzt verwundert feststellt, dass er mit dem, was er am liebsten tut, sogar seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Wer seinem Beruf als Berufung empfindet, dem steht auch bei weitem mehr Kraft und Lebendigkeit zur Verfügung, als jemanden, der sich mit seiner Arbeit herumquält und damit unzufrieden ist. Wenn wir unsere Arbeit (oder Teile davon) ohne Liebe erledigen, kommen ihre Ergebnisse ohne Liebe zu uns zurück. Dies kannst du an deiner eigenen Arbeit jederzeit beobachten.

Deine Befriedigung bei der Arbeit sollte immer im Tun an sich liegen, in dem, was du machst und in dem, warum oder für wen du es machst. Nicht am Blick auf das fertige Werk! Der Weg ist das Ziel.

Es ist egal, was wir tun, entscheidend ist, wie wir es tun. Der Grad deiner Leidenschaft, deiner inneren Beteiligung ist entscheidend. Es ist wie bei gutem Essen: Es geht ums genießen, nicht um den Zustand, satt zu sein! Egal ob Sänger, Arzt, Bürokaufmann oder Lehrer: Man merkt sehr schnell, ob jemand etwas mit Liebe und Hingabe tut und es ihm Spaß macht - oder ob er oder sie diese Tätigkeit nur wegen des Geldes, wegen eines Pflichtgefühls oder wegen vermeintlichen Zwängen ausübt. Wir alle haben es viel lieber mit einem Menschen zu tun, der mit Spaß bei der Sache ist.

Falls du mit deiner Arbeit unzufrieden bist könntest du dir z.B. mal eine Auszeit nehmen um herauszufinden, was du wirklich willst. Welche Art von Tätigkeit liegt, dir, was entspricht dir, welche Tätigkeit würde dich erfüllen? Außerdem ist es gut zu wissen, wie viel Geld du als Minimum wirklich zum Leben brauchst. Dann kannst du konkrete Schritte planen, um deine Tätigkeit zu wechseln.

Wenn möglich, fange an, neben deiner bisherigen Arbeit mit den Vorbereitungen für eine neue Tätigkeit zu beginnen. So brauchst du den endgültigen beruflichen Wechsel erst dann vollziehen, wenn für deine neue Tätigkeit eine Grundlage und eine gewisse Sicherheit gewachsen ist.

Das Wichtigste ist, dass du in Bezug auf deine Arbeit offen und ehrlich überprüfst, ob dich deine Arbeit (noch) erfüllt und du das tust, was deinem derzeitigen Bewusstseinsstand wirklich entspricht. Wenn du an einer ungeliebten Arbeit nur aus Verstandesgründen festhältst, begibst du dich in eine Opferrolle (siehe -> Opfer) und die damit meist einhergehende Resignation raubt dir in Folge dein Selbstwertgefühl und deine Lebenskraft.

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