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Jetzt

Das langweilige JETZT

Das Jetzt ist so lange unbefriedigend, wie man an der Oberfläche des Moments bleibt.

Meist wird unsere gesamte Aufmerksamkeit von unseren Gedanken in Beschlag genommen: Der größte Teil der verfügbaren Energien geht bei den meisten von uns ins Denken. Dies ist unnötig und bedeutet einen enormen Energieverlust, denn unsere Gedanken sind größtenteils sich wiederholende Muster, sie sagen immer das Gleiche. Wir brauchen den Verstand für bestimmte Aufgaben in der materiellen Welt, er ist für das Sammeln, Speichern und Analysieren von Informationen notwendig. Jedoch sind 80-90% unserer Gedanken nicht nur nutzlos und Wiederholungen, sondern oft so destruktiv, so dass sie schädlich wirken. Wer seinen Verstand eine zeitlang bewusst beobachtet, wird herausfinden, dass dies stimmt.

Der Verstand beschäftigt sich gerne mit Gedanken an die Zukunft oder Vergangenheit als Flucht vor der vermeintlich unbefriedigenden und "langweiligen" Gegenwart. Überhaupt interessiert sich unser Verstand für den gegenwärtigen Moment kaum. Denn um den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen, braucht es keine Gedanken und keinen Verstand. Wenn wir uns auf DIESEN MOMENT konzentrieren, verliert unser Verstand an Bedeutung – und das mag er gar nicht! Er möchte DENKEN und dass wir den Gedanken unsere Aufmerksamkeit (= Energie) schenken! Daher torpediert er uns mit Gedanken, die uns aus dem jetzigen Moment herausbringen und uns in die Vergangenheit oder Zukunft versetzen. Darin ist er sehr, sehr geschickt: wenn du auf das Eine nicht anspringst, probiert er das andere! Und zwar so lange, bis du an irgendeinem Gedanken, der dich aus der Gegenwart reißt, haften bleibst. Hauptsache du verweilst nicht voll im jeweiligen Augenblick, Hauptsache, der Verstand verliert nicht seine Macht über dich!

Aber: In dem Moment, in dem wir erkennen, dass wir nicht (mehr) in der Gegenwart sind, sind wir gegenwärtig! Wann immer wir in der Lage sind, unseren Verstand zu beobachten, sind wir nicht länger von ihm gefangen. Dann haben wir eine Kraft dazu gewonnen, die über den Verstand hinausgeht: die beobachtende Gegenwärtigkeit.

Sobald wir lernen, unsere Gedanken an die Vergangenheit oder die Zukunft Einhalt zu gebieten und unsere Wahrnehmung auf das JETZT, auf den gegenwärtigen Augenblick richten, stehen wir nicht mehr unter dem Zwang, etwas zu „werden“ oder ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dann hängt weder unser Glück noch unser Selbstwertgefühl von bestimmten Resultaten ab.

Erleuchtung bedeutet, sich über seine Gedanken zu erheben. Die Wahrheit ist: Wir haben bereits alles, was wir brauchen, um JETZT glücklich zu sein!


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