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Inkarnation

WARUM und WIE wir uns als Seele auf der Erde verkörpern.

Inkarnation – „in carne“ bedeutet: „Im Fleisch sein“.

Als nicht inkarniertes Seelenwesen können wir zwar auf praktisch unbegrenztes Wissen zugreifen und durch Zeit und Raum reisen, aber wirkliches Lernen geschieht – wie auf dieser Welt auch – nicht durch Bücher, Vorträge oder Filme, sondern durch praktische Erfahrungen. Darüber hinaus ist jede Art von Wissen oder Kraft vollständig wertlos, wenn sie nicht praktisch benutzt wird. Da es unser „Auftrag“ ist, Erfahrungen zu machen, uns selbst zu erkennen und eine bestimmte Reife zu erlangen, haben wir uns dazu entschieden, in eine Art Schule zu gehen: Als Mensch auf der Erde.

Bevor wir uns hier inkarniert haben, legten wir zunächst einmal zusammen mit unseren Freunden und Beratern in der geistigen Welt fest, welche Lernaufgaben wir absolvieren wollen. Je nach Entwicklungsstufe und Lernzielen wird ausgesucht, in welchem Land, zu welcher Zeit und in welcher Familie wir die besten Chancen haben, die anstehenden Lernaufgaben zu meistern. Auch ein grober „Lebensplan“ mit den wichtigsten Ereignissen, die wir während unserer Inkarnation erleben werden, wird festgelegt.

Ein Kriterium bei der Planung unseres jeweiligen Lebens auf der Erde, ist, welchen Reifegrad unsere Seele hat. Es werden rund 300 verschiedene Reifegrade der Seele unterschieden, die mehrfach durchlaufen werden und deren Essenz wir bei jeder späteren Inkarnation im Schnelldurchlauf nochmals durchleben, um uns an die bereits gesammelten Erfahrungen zu erinnern. Siehe auch unter ->Seelenalter.

Würden wir nun allerdings in vollem Bewusstsein unseres Lernplanes auf diese Welt kommen, wäre es ungefähr so, als wenn man einem Schüler vor einer Prüfung die Prüfungsfragen in die Hand gibt. Dann wäre die ganze Aktion umsonst, denn wir würden uns nicht mit dem ganzen Lehrstoff an sich beschäftigen, da wir wüssten, worauf wir zu achten haben und auf welches Ergebnis es ankommt.

Daher muss jede Seele, die auf der Erde inkarnieren will, durch das „Tor des Vergessens“. Diese Einrichtung sorgt dafür, dass wir in unserem Bewusstsein als Mensch auf der Erde keinen Zugriff mehr auf direkte Erinnerungen aus der geistigen Welt haben. Nur so ist es möglich, dass wir im Sinne unserer Entwicklung den Situationen unseres Lebens unvoreingenommen gegenübertreten und versuchen können, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln das jeweils Beste daraus zu machen.

Bestimmte Kernerlebnisse unseres Lebens wurden vorher geplant, aber nicht alles ist vorherbestimmt. Wir haben schließlich einen freien Willen! In jeder Situation können wir uns so oder so entscheiden und jede Entscheidung hat seine Auswirkung auf unseren Weg. So sammeln wir Erfahrungen, probieren unseren freien Willen aus und lernen daraus. Und falls nicht – macht nichts! Denn dann wird dafür gesorgt, dass wir es später in anderen Situationen noch einmal versuchen können. In nicht-inkarniertem Zustand, in der geistigen Welt, existiert so etwas wie „Zeit“ nicht. Daher ist es aus spiritueller Sicher auch nicht entscheidend, „wie lange“ wir für bestimmte Erfahrungen oder Erkenntnisse auf der Erde brauchen.

Allerdings: Unser Leben ist häufig auch von LEID geprägt, weil wir bestimmte Dinge nur mittels Leid lernen oder erkennen können. Insofern macht es für uns durchaus Sinn, die eigene spirituelle Entwicklung voran zu treiben, um zu erfassen, wer wir wirklich sind, wie das Leben funktioniert und die „Gesetze des Lebens“ zu verstehen. Denn wer sich darauf konzentriert, kürzt auch die Dauer von zum Teil unangenehmen und schmerzvollen Erfahrungen des irdischen Lebens ab.

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