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Gier

Gier entsteht durch die Angst vor Mangel.

Die Angst vor Mangel führt zu Gier. Der Gegenpol dazu ist die Anerkennung der Fülle. Wenn du die vorhandene Fülle in deinem Leben nicht ausreichend anerkennen kannst, willst du immer MEHR und bist nie zufrieden. Daher ist die Wahrnehmung dessen, was ist, die Anerkennung der Fülle, ein so wichtiges Thema.

Es ist nie genug!
Die fehlende Anerkennung der vorhandenen Fülle führt zu der Ansicht: 'Es ist nicht genug!' Dann bist du wie ein Fass ohne Boden. Und es bilden sich Glaubenssätze in dir wie: 'Ich habe nie genügend Geld!' oder 'Die Anderen (Partner, Nachbarn, Kollegen, Chef, Freunde) sind nicht gut genug!'. Oder: 'Es ist alles viel zu teuer!'. Alle diese Glaubenssätze entstehen letztlich durch den Glauben an Mangel, daran, dass es nicht reichen könnte, dass zu wenig da ist und du am Ende vielleicht leer ausgehst oder leiden muss, weil für dich vielleicht 'zu wenig' da ist.

Macht MEHR Geld, Besitz oder Macht tatsächlich glücklicher?
Hinter Gier steckt der Irrtum, MEHR (Geld, Besitz, Macht) würde auch automatisch 'mehr' glücklich machen. Je mehr Dinge wir kaufen und besitzen, umso glücklicher werden wir. Zweitausend Euro sind besser als eintausend Euro. Diese Idee wird gar nicht mehr hinterfragt, so 'logisch' erscheint sie uns. Tatsache ist, dass vermögende Menschen oft die unzufriedensten Menschen der Welt sind. Und in armen Ländern, in Afrika oder Indien, leben oft die Glücklichsten - obwohl sie extrem wenig Geld oder Güter haben. Es ist also nicht die Quantität von irgendetwas, das vorhanden oder nicht vorhanden ist - sondern die Sichtweise.

Fehlende Wertschätzung und Anerkennung
Ursache für den Glauben an Mangel, Ursache der unstillbaren Gier, ist die Unfähigkeit, dem, was vorhanden ist, die angemessene Wertschätzung, Anerkennung und Dankbarkeit entgegenzubringen. Es gibt dazu einen interessanten Satz in der Bibel: 'Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe. Wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.' (Mt 25,29.) Es ist also bereits eine seit über 2.000 Jahre alte Erkenntnis: Deine Sichtweise bestimmt, ob du zu Fülle gelangst - oder im Mangel lebst!

Um andere Menschen und Dingen jedoch Dankbarkeit und Wertschätzung entgegenbringen zu können, musst du dich selbst wertschätzen können. Das haben jedoch die wenigsten von uns gelernt. Weder von den Eltern noch in der Schule oder sonst wo. Stattdessen wurden wir kritisiert und es wurde uns gesagt, wo wir überall NICHT GUT sind und was wir nach der Meinung anderer alles falsch gemacht haben. Das liegt daran, dass es unsere Eltern es auch nicht besser wussten - auch sie haben nie gelernt, sich selbst wertzuschätzen. Daher konnten sie diese Eigenschaft auch nicht weitergeben.

Das Maß deiner Wertschätzung anderen gegenüber zeigt dir das Maß der Wertschätzung dir selbst gegenüber.
Wenn du sagst: 'Das ist mir nicht genug!' oder 'Das ist mir zu teuer!' sagst du im Grunde: 'Ich bin mir selbst nicht gut genug!' oder 'Ich bin es selbst nicht wert!'. Wahrscheinlich ist dir dies selbst nie so klar bewusst geworden. Das liegt daran, dass wir alle das nach Außen projizieren, was in uns ist - was wir aber in uns selbst nicht anschauen mögen.

Dein Selbstwertgefühl
Wenn du den Wert der Dinge oder Menschen um dich herum nicht sehen und nicht anerkennen kannst, wenn du andere kritisierst, hat dies immer auch eine Wirkung auf dein b>Selbstwertgefühl. Die Welt um dich herum ist lediglich ein Spiegel deines Inneren. Alles, was du im Außen kritisierst, beurteilst oder verurteilst, kritisierst, beurteilst oder verurteilst du in Wahrheit an dir selbst. Denn du kannst im Außen immer nur wahrnehmen, was in dir ist. Diese Selbsterkenntnis mag schmerzvoll sein. Defizite in anderen zu sehen, fällt uns leicht. Doch sich die gleichen Defizite selbst einzugestehen, tut weh.

Übung: Das nächste Mal, wenn du etwas oder jemanden kritisierst, beurteilst oder verurteilst, füge deinem Gedanken oder deinem Satz hinzu: '... - GENAU WIE ICH!'. Das kann dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern und dein Bewusstsein auf ein neues Level heben.

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