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Corona

Die Pandemie ist eine Chance für deinen persönlichen Wachstumsprozess.

Weltweit leiden Millionen Menschen derzeit aufgrund der durch die Corona-Krise verursachten Veränderungen und Beschränkungen. Wer tiefer blickt, kann erkennen, dass die Corona-Pandemie das Potenzial hat, die Bewusstseinsentwicklung der Menschheit drastisch zu beschleunigen und wie ein Katalysator für das persönliche "Erwachen" zu wirken. Wie in einem Hochdruckkessel sorgen die jetzt aufkommenden Ängste, häusliche Konflikte, die Kontaktbeschränkungen, die Isolation und das zurückgeworfen sein auf uns selbst dafür, dass bestimmte Entwicklungsprozesse drastisch beschleunigt werden.

Das fühlt sich für die meisten von uns zuerst einmal nicht angenehm an. Aber bei den meisten Menschen sorgen erst persönliche oder kollektive Krisen und Notlagen für eine Bewusstseinserweiterung. Solange es keine Bedrohung gibt, setzen die meisten sich nicht mit ihren Ängsten oder Sinnfragen auseinander - es läuft ja alles!

Durch die Pandemie wurde nun unser gewohntes Hamsterrad angehalten. Wir werden aus unserer Komfortzone geworfen und mit uns selbst konfrontiert. Ein Ausweichen durch Aktivitäten im Außen, durch den Kontakt mit Kollegen im Büro, durch Ausflüge und Reisen, durch Geselligkeit, Abwechslung und Austausch mit anderen sind nun stark eingeschränkt. Viele von uns waren noch nie so stark auf sich selbst zurückgeworfen, wie heute. Konfrontiert mit den eigenen Gefühlen und Ängsten, ohne die gewohnten Ablenkungsmöglichkeiten.

In dieser Situation steht jeder vor der Wahl, ob er / sie eher die vordergründigen Nachteile und Gefahren - oder aber die dahinter liegenden Chancen betrachten möchte. Die meisten Menschen sehen vor allem die Einschränkungen und Gefahren. Nicht zuletzt aufgrund der Isolation und der dramatisierten Berichterstattung in den Medien kommt es derzeit vermehrt zu Angstzuständen und Depressionen.

Doch die Krise bietet uns vor allem zwei Chancen:
1. Die Chance, dich jetzt grundsätzlich mit deinen Ängsten auseinanderzusetzen.
2. Durch Mitgefühl mit dir selbst in der jetzigen Situation zu erkennen, wer du wirklich bist.

Zunächst zum Thema Angst: Die Pandemie konfrontiert uns mit der Angst...
- sich mit dem Virus anzustecken.
- vor dem anderen.
- vor Krankheit.
- vor Schmerzen und Leid.
- durch die Krankheit geliebte Menschen zu verlieren.
- selbst auf der Intensivstation eines Krankenhauses zu landen.

Hinter all diesen Ängsten steht letztlich unsere größte Angst: Der Angst vor dem Tod.

Auch wenn die Gefahr, an den Folgen einer Corona-Infektion zu sterben, statistisch äußerst gering ist: Durch die andauernde, dramatische Berichterstattung in den Medien werden unsere Ängste jeden Tag aufs Neue angesprochen. Einige fühlen ihre dabei aufkommenden Ängste bewusst, andere verleugnen oder verdrängen sie, wodurch sie ins Unterbewusstsein rutschen und dort als Schatten wirken. Dann bekämpfen die Menschen ihre Angst im Außen, etwa, indem sie die Gefahren der Pandemie verleugnen oder die in der Krise handelnden Akteure, etwa Politiker und Virologen, angreifen.

Doch wer unter den Ängsten, die diese Pandemie hervorbringt, leidet, wird nicht nur jetzt, sondern auch bei weiteren, noch folgenden Krisen leiden. Wer sich von dem Leid erlösen will, muss sich in der Tiefe mit seinen Ängsten auseinandersetzen. Angst löst sich durch Liebe auf. Liebe bedeutet, "Ja" zu sagen.

Die Schritte, um Angst zu überwinden, sind:
1. Wahrzunehmen, dass du Angst hast.
2. Deiner Angst zuzustimmen, sie zu "umarmen". Mitgefühl mit dir selbst, dass du unter dieser Angst leidest.
3. Dir bewusst zu werden, dass Angst immer aus einem Gedanken an die Zukunft resultiert. Du fürchtest dich vor einem Ereignis, das eintreten KÖNNTE.

Doch niemand weiß, was in der Zukunft tatsächlich geschieht. Es ist nur ein GEDANKE, eine negative Projektion, wie sich etwas entwickeln könnte, was geschehen könnte.

Wenn du ein paar mal tief und bewusst atmest, kannst du dich ins JETZT, in den jetzigen Augenblick zurückholen. Existiert JETZT - in diesem Moment etwas, dass dich bedroht? Vermutlich nicht. Dies ist einer der Gründe, aufgrund derer Erleuchtete keine Angst haben: Sie leben im Jetzt, im jeweiligen Augenblick. Da existiert keine Angst. Nur wenn du das Jetzt verlässt und dich in die Zukunft denkst, kann Angst entstehen.

Wenn dich im Jetzt etwas bedroht, brauchst du keine Angst davor zu haben: Du handelst einfach. Wenn dich tatsächlich in diesem Moment etwas zu bedrohen scheint, handelst du. Um einen eventuellen Schaden abzuwenden oder ihn zumindest so gering wie möglich zu halten. Natürlich kannst du im Jetzt auch Schutzmaßnahmen treffen, zum Beispiel Abstand zu anderen halten oder eine Mund-/Nasenbedeckung tragen, um dich und andere zu schützen. Dies geschieht dann jedoch nicht aus Angst vor einem zukünftigen Ereignis, sondern aus Liebe zu dir und anderen. Nach Außen hin sieht beides gleich aus - die innere Einstellung ist jedoch eine völlig andere. Die eine macht dich klein und ängstlich, die andere souverän und stark, weil du Verantwortung übernimmst.

Um dich aus deinen Gedanken an die Vergangenheit oder an die Zukunft zu holen und in den gegenwärtigen Augenblick zu bringen, gibt es mehrere Wege:
1. Werde dir gewahr, dass du atmest. Wenn du deine Atmung beobachtest, bringt dich das ins Jetzt.
2. Nimm die Lebendigkeit deines Körpers wahr. In deinem Körper ist Leben: Es pulsiert, drückt, zieht, fließt, pocht - nimm all dies gleichzeitig wahr und du bist völlig im Jetzt.
3. Nutze deine Sinneswahrnehmungen. Schaue dich einmal genau um. Vermutlich kennst du die Umgebung, in der du jetzt bist. Aber kannst du darin ein neues Detail entdecken? Wie sieht es JETZT um dich herum aus? Wie riecht es? Wie fühlt es sich da an, wo du gerade bist? Was hörst du? Wenn du dich auf deine Sinne konzentrierst, bringt dich das sofort ins Jetzt.

Und dann prüfe erneut: Gibt es Jetzt etwas, was dich unmittelbar bedroht? Wenn dir etwas einfällt: Ist die Gefahr wirklich jetzt? Oder reißt dich wieder nur ein Gedanke an die Zukunft aus dem gegenwärtigen Moment heraus? Dann weißt du jetzt, wie du dich wieder zurückholen kannst. Wie gesagt: Im Jetzt kann Angst nicht existieren.

Der zweite Aspekt, die zweite Chance in der Krise liegt in der Frage: Wer bist du wirklich?
Die Isolation, der Rückzug, die eingeschränkten Ausweichmöglichkeiten bieten dir die Chance, diese Frage zu erforschen und tiefer zu erkennen, was dich eigentlich ausmacht. Dieser Frage kannst du dich, wenn du es wählst, auf verschiedene Weisen nähern. Zum Beispiel kannst du spirituelle Bücher lesen. Eine gute Auswahl findest du in meinem Literatur- und Quellenverzeichnis.

Eine andere Möglichkeit ist die Mediation. Das "in sich gehen", ohne Absicht, ohne Ziel, einfach nur lauschen, was ist. Dich selbst, dein Energiefeld, dein Bewusstseinsfeld, wahrzunehmen. Das mag ein wenig Übung erfordern und ist auch nicht für jeden gleichermaßen geeignet - für viele ist es aber eine großartige Möglichkeit, besser zu verstehen, wer sie in der Tiefe wirklich sind. Zu Beginn können auch geführte Mediationen, die dir zusagen, hilfreich sein. Bei Youtube und in anderen Portalen findest du bei Bedarf zahlreiche geführte Video- und Audiomeditationen. Da gilt es lediglich herauszufinden, was zu dir passt. Welche Stimme du magst, welche Art von Meditation dir am besten entspricht.

Auch in meinem Portal findest du viele ergänzende Informationen, etwa zum Thema Mediation, Angst und Erleuchtung. Wenn du es wählst, kannst du die Pandemie als besondere Gelegenheit nutzen, dich mit diesen Themen zu beschäftigen und daran zu wachsen.

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