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Lehrer

Die Qualität eines Lehrers erkennst du an dem, was er in seinen Schülern hervorbringt.

Viele schauen auf die Lehrer, Dozenten oder Gurus, die die meisten Schüler haben. Sie meinen: 'Wenn der so viele Anhänger hat, muss der gut sein!'. Der entscheidende Punkt, an dem du gute Lehrer erkennen kannst, ist nicht die Zahl seiner Schüler, sondern die Frage, was er in seinen Schülern hervorbringt. Darauf wies bereits die Bibel hin mit dem kurzen Satz: 'An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!'.

Ein guter Lehrer sagt dir nicht, was du zu tun oder zu lassen hast. Wenn ein Lehrer dies tut, verrät er damit seine spirituelle Unreife. Die Verantwortung für dein Tun liegt immer bei dir. Ein guter Lehrer stellt dir gute Fragen, gibt dir aber nur sehr wenige Ratschläge. Vor allem aber ermutigt er dich, die Verantwortung für dein Handeln hier und jetzt zu übernehmen.

Jeder von uns ist immer Lehrer und Schüler zugleich. Denn durch unsere Worte und Handlungen sind wir immer ein Vorbild für andere - und damit auch ein Lehrer.

Wer als Lehrer Menschen missbraucht oder sie von sich abhängig macht, handelt nicht im Sinne der Schöpfung. Die Aufgabe des Lehrers besteht darin, andere unabhängig zu machen, ihnen so schnell und umfassend wie möglich beizubringen, wie sie ohne Lehrer zurechtkommen. Denn Schüler sind für einen Lehrer kein Segen, solange sie glauben, ihn zu brauchen. Erst wenn die Schüler begreifen, dass sie alles in sich selbst haben und den Lehrer nicht weiter benötigen, kann der Lehrer sie wahrhaftig segnen.

Im gleichen Sinne ist Gottes größter Moment der Augenblick, in dem wir erkennen, dass wir keinen Gott brauchen. Denn ein zorniger, eifersüchtiger Gott, ein Gott, der es braucht, gebraucht zu werden, ist kein Gott, sondern ein neurotischer Ersatz für eine Gottheit.

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