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3 Die drei Grundideen des Egos

Der Lichtschalter in deinem Kopf

Um das Konstrukt, auf dem dein Ego aufgebaut ist, besser zu verstehen, beleuchten wir die drei Säulen des Egos samt ihren praktischen Auswirkungen.

1. Trennung

Als wir noch als reiner Geist in der Einheit existierten, war dies mit dem Gefühl von Liebe, Sicherheit und Geborgenheit verbunden. In diesem Zustand war uns bewusst, dass wir alles sind, was existiert, weil alles, was existiert, ein Teil von uns ist. Geist ist die Grundlage allen Lebens. Es gibt nur EINEN Geist und wir sind alle ein Teil davon.

Dass wir uns unserer Existenz als Geist nicht mehr bewusst sind, liegt an unserem Ego und der Identifikation mit einem Körper. Angst ist eine Folge der Identifikation mit einem Körper. Denn wenn wir glauben, ein materieller Körper zu sein, droht uns jederzeit ein Ende unseres Lebens in Form von Tod.

Die Angst vor dem Tod bringt wiederum viele weitere Ängste in uns hervor: die Angst vor Verletzung, Leid, Krankheit, Mangel, Armut und Alterungserscheinungen beispielsweise.

Dass unser Ego uns glauben lässt, wir seien ein Körper, ist insofern bemerkenswert, als dass das Ego ja selbst Geist ist. Diese Erkenntnis möchte es aber vor uns verstecken. Denn wie bereits beschrieben, fürchtet es, seine Bedeutung und Macht über uns zu verlieren. Und dies würde geschehen, wenn wir uns unserer wahren Existenz als reiner Geist bewusst wären. Daher tut es alles, um genau dies zu verhindern.

Im Bewusstsein des unsterblichen Geistes, der wir sind, wissen wir, dass unsere Geburt in einem menschlichen Körper weder der Anfang unseres Lebens war noch ist der Tod des Körpers unser Ende. Wir legen unseren Körper einfach liebevoll ab, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Wir nutzen einen Körper, um auf diese Weise bestimmte Erfahrungen in der materiellen Welt zu machen. Wer sich als reinen Geist wahrnehmen kann, nimmt sich meist als ein Bewusstseinsfeld wahr, das zumeist ein wenig über oder hinter dem Kopf schwebt. Er kann sich frei bewegen, auch in den Körper hinein, und jede beliebige Stelle, zu der er sich hingezogen fühlt.

Eine leichte Ahnung davon kannst du erleben, wenn du dich in bestimmte Situationen oder Orte „hineinträumst“. Stelle dir vor, du bist am Meer, blickst in die Unendlichkeit, spürst den Wind, hörst die Wellen, fühlst den Sand unter deinen Füßen. Wenn du dies intensiv tust, ähnlich wie in einer Mediation, wird sich das für dich äußerst real anfühlen – so, als wärst du wirklich da. Und das bist du auch – nicht mit deinem Körper, aber mit deinem Geist.

Oder denke daran, wie es sich anfühlt, in eine Zitrone zu beißen. Visualisiere das einen Augenblick, und schon wirst du merken, wie sich dein Mund zusammenzieht, weil du dich an den Geschmack „sauer“ erinnerst. Du hast das nicht wirklich gemacht – es war nur eine Vorstellung in deinem Geist – und doch reagieren dein Körper und deine Sinne, und in gewisser Hinsicht wird es für dich real.

Nachts im Traum erlebst du ganz andere Situationen, Begegnungen, Dialoge und sogar scheinbar körperliche Erfahrungen wie Schmerzen, Lust oder Freude. Während des Träumens weißt du nicht, dass du in einem Traum bist. Während des Träumens fühlt sich für dich alles vollkommen real an! Dass du diese scheinbaren Geschichten und Wirklichkeiten nur träumst, nimmst du erst wahr, wenn du daraus wieder erwachst.

Das ist Geist. Diese drei Beispiele veranschaulichen dir einige seiner Möglichkeiten – doch gehen die Fähigkeiten deines Geistes weit darüber hinaus. Und vielleicht kannst du jetzt erahnen, dass auch das, was du für die Realität hältst, nur eine im Geist erschaffene Welt ist. Sie ist nicht real. Was du siehst, ist nicht die Wahrheit.

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