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16 Die Rückkehr ins Paradies

Der Lichtschalter in deinem Kopf

Ich habe dir in den vorangegangenen Kapiteln das Wesen des Egos und das des reinen Geistes erklärt. Jetzt ist es an dir, dich zu entscheiden, in welcher Welt du leben möchtest.

Das Denksystem des Egos basiert auf Angst, das des reinen Geistes basiert auf Liebe. Beide sind in sich stimmig. Doch kann nur entweder das eine oder das andere wahr sein. Wo reine Liebe ist, kann die Angst nicht existieren. Und wo Angst ist, ist die Liebe nicht anwesend. Angst ist die Abwesenheit von Liebe. Wenn man sein Denksystem wechseln will, gibt es eine Übergangszeit, in der man manchmal zwischen beiden Denksystemen hin und her wechselt. Aber am Ende kann es nur eines geben. Entweder Liebe oder Angst, entweder Ego oder reiner Geist, entweder Licht oder Dunkelheit.

Solange du noch mit einem Bein in der Welt deines Egos bleiben möchtest, bleibt das auf Angst errichtete Denkkonstrukt in dir Wirklichkeit und erscheint dir real. Dies verhindert deine Rückerinnerung und dein vollständiges Erwachen in deine Identität als reiner Geist.

Bedenke auch dies: Alles, was dir dein Ego anbieten könnte, existiert nur für eine kurze Weile. Schon nach kurzer Zeit verändert es sich, altert und vergeht wieder. Alle seine Verheißungen sind auf Treibsand gebaut. Im Gegensatz dazu ist alles, was dein reiner Geist dir anbietet, ewig. Daher heißt es auch: Sammle deine Schätze nicht auf Erden, sondern im Himmel.

Für den reinen Geist existiert nur, was unvergänglich, unangreifbar und unzerstörbar ist. Das ist eine der wesentlichen, diametral entgegengesetzten Wirklichkeiten zwischen der Welt des Egos und der des reinen Geistes.

Solange du meinst, die Welt deines Egos und die äußere Welt, die es dich sehen lässt, könnten dir etwas bieten, das du wirklich haben willst, wird deine Motivation zur Veränderung vermutlich gering sein. Dann magst du mein Buch und die Ideen darin vielleicht ganz interessant finden, aber schon morgen liest du ein anderes Buch, beschäftigst dich mit einem anderen Thema, und das findest du dann auch interessant.

Doch es mag eine Zeit kommen – und bei einigen ist sie schon da – in der du eine „Abödung der äußeren Welt“ erfährst. Dann reizen dich all die Verlockungen der äußeren Welt und die des Egos nicht mehr. Du hältst sie für schlicht langweilig, uninteressant und reizlos! Dann erscheinen dir all die Dinge, hinter denen andere so angestrengt hinterherlaufen, relativ banal. Vielleicht hast du auch das Gefühl, schon so vieles ausprobiert zu haben, was dir verlockend und reizvoll erschien. Und am Ende hat es sich immer wieder als Fata Morgana erwiesen und dich enttäuscht. ENT–TÄUSCHT: Du bist also Täuschungen so lange hinterhergelaufen, bis du sie als solche erkannt hast. Und dann warst du ent-täuscht. Das ist auf die Dauer ermüdend und frustrierend.

Dies ist nur ein Auszug aus dem Kapitel.

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