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Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien nähren die Opferrolle und lenken von der Eigenverantwortung ab.

Viele Menschen halten an dem Glauben fest, dass man sie nicht anerkennt, respektiert und dass sie stets benachteiligt werden. Sie halten mit aller Kraft an ihrem Status als Opfer fest. Aber es ist nur ein Mythos, dass unser Leben von einer äußeren Macht regiert wird. Egal, ob mach an die Macht des Geldes, den negativen oder begrenzenden Einfluss von Technik, an dunkle Machenschaften von Politkern oder an Manipulationen durch Wirtschaftslobbyisten glaubt: In Wahrheit kann uns in der Tiefe keine Macht beeinflussen - es sei denn, wir lassen es zu.

Ich behaupte nicht, dass alle Verschwörungstheorien grundsätzlich falsch sind. Aber sie werden gezielt von Dunkelmächten genutzt, um und zu verwirren, zu schwächen und uns 'klein' und ohnmächtig fühlen zu lassen. Dahinter steckt die Absicht, dass wir NICHT in unsere volle Kraft kommen und die unbegrenzte Macht nicht erkennen, die in uns liegt.

Ich kann ja nicht - weil...
Wer vielen verschiedenen Verschwörungstheorien anhängt, versucht dadurch vor allem, an einem Opferstatus festzuhalten und sich mit anderen in einer Opferrolle zu solidarisieren. Auf diese Weise verleugnen sie individuelle Aspekte, für die sie eigentlich Verantwortung übernehmen sollten. Möglicherweise leugnen sie so vor sich selbst die Unterdrückung durch ihren Vorgesetzten oder die Abhängigkeit von ihrem Lebenspartner. Opferaspekte, die sie aus eigener Kraft überwinden könnten, sich aber durch andere Themenfelder einreden, ohnehin nichts tun zu können, weil sie ja Opfer sind.

Verschwörungstheorien halten das leidvolle Spiel von Täter und Opfer am Leben
Um sich als Opfer fühlen zu können, braucht man einen Täter. Daher machen sich Anhänger von Verschwörungstheorien zum Opfer von übermächtigen Verschwörern in dunklen Hinterzimmern. So lange ein Mensch seine unbegrenzte Schöpferkraft und Macht nicht akzeptieren und annehmen will, muss er am Täter- und Opfer-Spiel festhalten. Er erfindet sich dann ständig neu als Opfer äußerer Umstände oder fremder Einflüsse. Dies ist notwendig, um sich immer wieder aufs Neue seine Illusion zu bestätigen, dass er ein machtloses Opfer ist.

Die heilende Haltung
Natürlich gibt es dunkle Kräfte in dieser Welt, es gibt Manipulation und Bestrebungen, uns von innerem Wachstum abzulenken und in uns ein Gefühl der Machtlosigkeit zu erzeugen. Das ist aber nur möglich, wenn du dies - bewusst oder unbewusst - zulässt. Dort, wo deine Aufmerksamkeit hingeht, geht deine Lebensenergie hin. Schaust du vor allem auf das 'Böse', nährst du es mit deiner Energie.

Ich empfehle daher die Haltung, die sich in einem alten Gebet ausdrückt: 'Lieber Gott, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.'

Wer sich weiterentwickeln will, muss zunächst einmal die Verantwortung für sein ganz persönliches Elend übernehmen. Jeder die Ursachen für die Situation, in der er ist, zum größten Teil selbst gesetzt. Indem du die Verantwortung für dein eigenes Schicksal anerkennst, erkennst du auch die Macht an, es zu beeinflussen. Dann kannst du damit beginnen, frischen Wind in dein Leben zu lassen und erkennen, was du in deinem Leben verändern musst, um glücklicher zu werden.

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