Der Lichtschalter in deinem Kopf
Es heißt, wir Menschen würden aus Körper, Geist und Seele bestehen. Über unseren Körper wissen wir bereits eine ganze Menge – aber was wissen wir über GEIST und SEELE?
Woher kommen eigentlich deine Gedanken? Was ist ihre Quelle? Die meisten Menschen nehmen an, ihr Gehirn wäre die Quelle ihrer Gedanken und in ihm würde sich das Denken vollziehen. Das ist ein Irrtum. Das Gehirn ist nur die Schnittstelle zu einer Instanz, in der das Denken tatsächlich stattfindet, nämlich GEIST. Unser Gehirn dient dazu, die Gedanken des Geistes in der irdischen Welt wahrnehmen zu können.
Geist ist der „Urstoff“, der dich dazu befähigt, denken zu können und ein Bewusstsein zu entwickeln. Er ist die Quelle von Intuition und „innerem Wissen“. Religionen und Spiritualität beschäftigen sich mit dem Geist. Häufig jedoch auf eine sehr widersprüchliche und schwammige Art und Weise. Laufe mal herum und frage deine Mitmenschen, was Geist ist. Du wirst überrascht sein, wie unterschiedlich die Vorstellungen darüber sind.
Wir lernen über den „Geist“ nichts in der Schule. Das Thema wird, wenn überhaupt, nur im Religionsunterricht angesprochen und dort mit uralten, religiösen Glaubensvorstellungen verknüpft, mit denen die Mehrzahl von uns heute jedoch nichts mehr anfangen kann.
Dabei ist das Verständnis für unseren GEIST aus meiner Sicht der wichtigste Aspekt unseres irdischen Lebens. Denn er enthält die Erkenntnis darüber, wer wir wirklich sind. In dieser Erkenntnis liegt eine unvorstellbar große Macht, die weit jenseits unserer Vorstellung davon liegt, was wir aus menschlicher Sicht unter „Macht“ begreifen.
Alles, was existiert, entstand zuerst im Geiste. Geist ist das Werkzeug, mit dem „Erschaffen“ möglich ist. Alles, was der Geist erschafft, ist ebenfalls geistig: Es sind Gedanken, Ideen, Vorstellungen oder Visionen.
Der Stuhl, auf dem du sitzt, das Auto, das du fährst, das Haus, in dem du wohnst – all dies ist zuerst als Idee im Geist entstanden.
Jemand kam auf die Idee, es wäre doch eine schöne Sache, wenn wir dieses oder jenes in unserem Leben zur Verfügung hätten. Und nachdem er in seinen Gedanken eine Vision erschaffen hatte, begann ein Prozess, diese Idee in eine materielle Form zu bringen. Auf diese Weise ist alles Materielle entstanden. Daher lässt sich sagen: Geist erschafft Materie.
Und auch, nachdem der Geist etwas Materielles in die Welt gebracht hat, hat er weiterhin Einfluss auf das Erschaffene.
Das kannst du beispielsweise an deinem eigenen Körper beobachten. Unser Geist und die aus ihm stammenden Gedanken, Vorstellungen und Ideen, haben Einfluss auf unsere körperlichen Prozesse. Nehmen wir etwa den Placebo–Effekt: Unser Körper reagiert auf ein Placebo, weil wir GLAUBEN, dass das Placebo eine Wirkung hat.
Glaube entsteht aufgrund von bestimmten Vorstellungen und Annahmen. All dies basiert auf Aktivitäten unseres Geistes.
In vielen Studien wurde belegt, dass unser Glaube an die Wirkung eines Medikaments entscheidend für dessen Wirkung ist. Einfach gesagt: Wenn wir glauben, dass uns etwas (ein Medikament, ein Arzt, eine Behandlung) helfen wird, ist es auch so. Umgekehrt können Ängste, Befürchtungen und Widerstände Krankheitsverläufe massiv verschlechtern. Allein Gedanken wie „Das hilft mir sowieso nicht“ oder „Niemand kann mir wirklich helfen“ können bereits Schmerzen auslösen oder sie verstärken.
Ein weiteres Beispiel für den Einfluss unseres Geistes auf Materie liefert die Quantenphysik. Man hat festgestellt, dass Geist und Bewusstsein auf der subatomaren Ebene eine Rolle bei der Formung der Realität spielen. Das „Doppelspaltexperiment“ zeigt, dass Messvorgänge das Verhalten von Teilchen verändern. Für mich zeigt dies einmal mehr: Wahrnehmung und Deutung prägen unsere erlebte Realität. Die Annahmen eines Betrachters (sein Glaube) beeinflussen, wie sich Dinge (in diesem Fall Teilchen) entweder auf die eine oder andere Weise verhalten.
Die meisten Krankheiten werden in der Regel immer noch als „Störung“ einer Funktion des Körpers betrachtet. Daher haben wir eine Medizin, deren Absicht sich vor allem auf die „Beseitigung der Störung“ ausrichtet. Wobei dann manchmal die „Störung“ verschwindet, aber in anderer Form und an anderer Stelle wieder auftritt, weil die Ursache nicht erkannt und nicht aufgelöst wurde. Die geistige Welt sagt: Ausnahmslos jede Krankheit sei ein Ausdruck von „falschen“ Gedanken, Konflikten, Abwehr, Unterdrückung, Projektion, Angst oder einschränkenden Glaubenssätzen. Dies drückt sich im Körper aus, wenn es im Geist nicht anerkannt und aufgelöst werden kann. Doch zum Thema „Krankheiten“ später mehr.
Dass GEIST die Ursache aller Erscheinungen in unserer Welt ist, alle Dinge erschaffen hat und alle Dinge nach wie vor beeinflusst, ist bis zum heutigen Tage nicht ins allgemeine Bewusstsein gelangt.
Und da viele von uns diese Zusammenhänge nicht kennen, weil sie nicht gelehrt und vermittelt werden, halten sich die meisten für ein „Opfer von äußeren Umständen“. Sie halten Krankheiten, Unfälle, die zahlreichen Probleme oder den Ausdruck von Mangel in ihrem Leben für einen Fluch. Dabei verstehen sie nicht, was diese Erscheinungen hervorgerufen hat. So schieben sie die unangenehmen und unerwünschten Erscheinungen in ihrem Leben immer anderen zu, die dann vermeintlich „schuld“ daran seien.
Dieses Buch möchte dazu beitragen, dein Bewusstsein über die Macht deines Geistes zu erweitern.
Denn wenn du dies wahrhaft erkennst, wirst du sehen, dass alle unerwünschten Dinge in deiner Welt auf einem Irrtum der Sichtweise deines Egos beruhen. Du wirst erkennen, dass dein Ego–Geist all diese äußeren Umstände erschaffen hat. Und dass du alles jederzeit verändern kannst, wenn du dies erkennst und dir der Macht deines reinen Geistes bewusst wirst.
Ich werde dir den Schlüssel zeigen, um aus der Welt deines Egos herauszukommen. Denn sobald du erkennst, was dein Ego wirklich ist und wie es deine Sicht auf die Welt einfärbt, wirst du dir nichts anderes wünschen, als der Welt deines Egos entfliehen zu wollen. Dies ist möglich, weil wir nicht unser Ego sind.
Wir sind reiner Geist, der sich ein individuelles Ego selbst erschaffen hat. Doch Geist an sich ist nicht individuell, sondern kollektiv. Die nachfolgenden Beispiele werden dies verdeutlichen.
Wir können in unserem Alltag häufiger die Erfahrung machen, dass unsere Gedanken nicht völlig privat sind. Hast du auch schon erlebt, dass du plötzlich an jemanden dachtest und kurz darauf eine Nachricht oder einen Anruf von der betreffenden Person kam? Oder du wolltest etwas sagen, und dein Gegenüber sprach denselben Satz im selben Moment aus? Du meinst, dies seien Zufälle? Ich denke nicht, denn, erstens glaube ich nicht an Zufälle und zweitens geschieht dies viel zu häufig, als dass man dies jeweils als „Zufall“ abtun könnte.
Dass unsere Gedanken und Empfindungen miteinander verbunden sind, lässt sich an vielen Praxisbeispielen beobachten:
Wenn viele Menschen gleichzeitig dieselbe Stimmung teilen, scheint ein gemeinsames Feld zu entstehen. Begeisterung, Angst oder Freude breiten sich aus wie Wellen. Ganze Menschenmengen reagieren plötzlich wie ein einziger Organismus. Dies lässt sich besonders gut z. B. bei Konzerten, in Fußballstadien oder bei größeren Versammlungen beobachten.
Fischschwärme, Vogelflug oder Ameisenkolonien bewegen sich synchron, ohne sichtbare Kommunikation. Sie reagieren wie ein einziger Organismus, gelenkt von einem unsichtbaren Ordnungsprinzip. Ich gehe fest davon aus, dass dieses Prinzip ebenso im menschlichen Bewusstsein wirkt, nur subtiler.
Wenn genügend Wesen dasselbe denken oder tun, kann sich dies auf das Denken und Tun anderer auswirken. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Geschichte vom „hundertsten Affen“: Nachdem eine bestimmte Anzahl von Affen auf einer Insel lernte, ihre Nahrung vor dem Verzehr im Meer zu waschen, konnte man dasselbe ungewöhnliche Verhalten kurz danach auch bei Affen beobachten, die auf benachbarten Inseln lebten.
Dass bestimmte Ideen gleichzeitig im Bewusstsein verschiedener Menschen erscheinen, die weit voneinander entfernt sind, verschiedene Sprachen sprechen und nicht miteinander in Kontakt stehen, kennt man z.B. auch von Musikern, Künstlern, Wissenschaftlern und Erfindern.
Wenn Angst oder Misstrauen landesweit zunehmen, spürt man es oft im ganzen Land. Aber auch, wenn z. B. Hoffnung entsteht, verändert sich der Ton ganzer Gemeinschaften.
Dieses Prinzip lässt sich auch in kleinem Rahmen beobachten: Ein ruhiger, friedlicher Mensch kann einen ganzen Raum mit einer Gruppe von Menschen harmonisieren. Ein einzelner, besonders wütender, aggressiver oder ängstlicher Mensch kann die Stimmung in einem Raum, in einem Meeting, bei einem Treffen oder in einem Bus oder Bahnabteil ebenfalls für alle Beteiligten spürbar verändern. Dies sind Anzeichen dafür, dass wir uns gegenseitig beeinflussen, weil wir Teil desselben Geistes sind.
Auch bei Kriegen oder Naturkatastrophen spüren Millionen Menschen oft gleichzeitig Betroffenheit, Trauer oder Angst. Und zwar selbst dann, wenn sie davon nicht selbst betroffen sind, weit entfernt leben und keine Nachrichten darüber erhalten haben.
Menschen berichten von Heilungen, die sich nicht medizinisch erklären lassen, oft ausgelöst durch Gebet, Meditation oder tiefe Einsicht. Auch die Wirkung von Placebos, die wissenschaftlich belegt ist, zeigt den Einfluss unserer Gedanken, unseres Glaubens und somit unseres Geistes – in diesem Fall auf den Körper und die Heilung.
Beim Familienstellen wird diese geistige Verbundenheit besonders sichtbar. Menschen, die sich nie zuvor begegnet sind, treten stellvertretend für Mitglieder einer Familie auf. Ohne Informationen über die realen Personen beginnen sie plötzlich, deren Gefühle oder Körperempfindungen zu spüren. Einer empfindet Traurigkeit, ein anderer Druck auf der Brust – genau dort, wo auch die reale Person leidet oder gelitten hat.
Das Familienstellen macht erfahrbar, was viele nur ahnen: Gedanken und Gefühle sind keine privaten Vorgänge, sondern finden in einem gemeinsamen Geist statt. Kollektive Felder, zu denen jeder Zugang erhalten kann, enthalten Erinnerungen und ungelöste Spannungen, die über Generationen weitergegeben werden. Wenn etwas in diesem Feld anerkannt und gesehen wird, verändert sich das gesamte System. Dann kehrt oft Frieden ein, ohne dass die Beteiligten anwesend sein müssen.
Hypnose zeigt auf erstaunliche Weise, dass der Geist über den Körper und damit über die wahrgenommene Realität bestimmt. In Hypnose reagiert der Körper nicht auf die äußere Wirklichkeit, sondern auf das, was der Hypnotisierte glaubt.
Wenn jemand unter Hypnose hört: „Dein Arm ist ganz warm“, steigt seine Hauttemperatur nachprüfbar an. Ich selbst hörte unter Hypnose: „Dein Körper ist steif wie ein Brett“. Helfer fingen mich auf, stellten einen Stuhl unter meinen Kopf und einen unter meine Füße. Dann stellte sich jemand mit seinem ganzen Gewicht auf meine Körpermitte, ohne dass diese sich durchbog.
Solche Experimente zeigen, dass unser Körper inneren Vorstellungen folgt und nicht allein den äußeren Umständen. Er kann unter Hypnose Zustände annehmen, die wir uns in unserem „Normalzustand“ gar nicht vorstellen können. Entweder weil wir nicht daran glauben, dass der Körper überhaupt dazu fähig ist – oder aber, weil wir gar nicht wissen, wozu der Körper alles imstande ist.
Und das gilt auch für Bewusstsein und Geist: Du kannst jemanden unter Hypnose bitten, die Zahl 5 zu vergessen. Er wird die Zahlen von 1 bis 10 ohne die 5 aufzählen. Oder du bittest jemanden unter Hypnose, zu beschreiben, welche Geschenke er an seinem 6. Geburtstag erhalten hat. Er wird dies detailliert berichten können.
Hypnosesuggestionen wirken auch auf Distanz oder auf ganze Gruppen. Sie ist ein Spiegel für das, was unsichtbar ohnehin in jedem Moment geschieht: Wir leben in einem Feld gemeinsamer Überzeugungen. Was viele glauben, wird zur kollektiven Realität. Jeder Gedanke, an den du glaubst, wirkt in dir wie eine kleine Hypnose. Er prägt, was du fühlst. Und er bestimmt, wie du die Welt siehst.
In vielen Weltreligionen gilt alles als miteinander verbunden, weil alles aus derselben geistigen Quelle stammt. So auch im Schamanismus: Der Schamane erlebt diese Einheit, wenn er in Trance in andere Bewusstseinsebenen reist und dort Informationen oder Heilkräfte empfängt, die über das individuelle Ich hinausgehen. In Ritualen verbindet er sich mit dem Geist von Tieren, Pflanzen oder Ahnen. Wenn ein Schamane Heilung bewirkt, geschieht dies durch die Wiederherstellung der Harmonie im geistigen Feld. So zeigt auch der Schamanismus, dass Trennung nur eine Illusion und alles Leben rein geistig ist.
Menschen, die klinisch tot waren, berichten unabhängig von Kultur oder Religion von erstaunlich ähnlichen Erlebnissen: Sie sehen ihren Körper von außen und nehmen Gespräche oder Handlungen wahr, die später von den anwesenden Personen 1:1 bestätigt wurden. Auch fühlen sie sich wacher und klarer als je zuvor, frei von Schmerz, Zeit und Angst. Sie erlebten meist ein tiefes Gefühl von Liebe und Einheit, in dem Trennung keine Bedeutung mehr hat.
Wenn Bewusstsein weiterbesteht, obwohl Herz und Gehirn stillstehen, wird klar: Unsere wahre Identität ist Geist, nicht Körper. Wir sind Ausdruck eines Geistes, der sich in der Form eines menschlichen Körpers erfährt.
Nicht unser Gehirn, sondern unser Geist ist die Quelle unserer Gedanken. Das Gehirn ist eine Schnittstelle, die es uns ermöglicht, die Gedanken des Geistes mit unserem irdischen Bewusstsein zu erfassen. Bewusstsein ist die Fähigkeit, die Gedanken des Geistes wahrzunehmen.
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