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7 Der Schlüssel zu deiner Freiheit

Der Lichtschalter in deinem Kopf

Es gibt ein Mittel, um sich von der Schuld zu erlösen. Es heißt: VERGEBUNG. Vergebung beginnt nicht mit anderen Menschen. Sie beginnt, wenn du aufhörst, dich selbst zu verurteilen.

Das Ego kennt allerdings nur eine Form der Vergebung, die die dahinterliegende Schuld nicht auflöst, sondern sie bestehen lässt. Das Ego sagt dann ganz großzügig: „Du hast Mist gebaut und bist schuld daran – aber ich vergebe dir!“ Das klingt großherzig und „gut“, aber wenn du genau hinsiehst, erkennst du, dass die Schuld damit nicht aufgelöst wird. Der andere ist dann immer noch schuldig. Wenn er das ebenfalls glaubt, trägt er den Baggerstein der Schuld weiter um seinen Hals. Auch dann, wenn du ihm großherzig vergeben hast. Und du selbst grollst insgeheim auch weiter, weil du immer noch Schuld im Verhalten des anderen siehst, auch wenn du meinst, sie ihm nun vergeben zu haben.

Diese Form der Vergebung löst also rein gar nichts – außer, dass du die vorhandene Schuld mit einem wohlklingenden Zusatzetikett versiehst und dein Ego stärkst, weil es augenscheinlich so „gut“ und großzügig ist. Doch das ist es nicht, sonst würde es dich nicht auf diese gemeine Weise täuschen und in die Irre führen, damit die Schuld bestehen bleibt.

Schuld ist ein Ausdruck des Egos, das nach Rückkehr in die Einheit sucht.

Wenn der Ego-Geist erkennt, dass seine Trennung nur ein Irrtum war, kann er sich selbst vergeben. Dann löst sich Schuld von allein, denn sie war nie berechtigt. Sie beruht immer auf einer Idee, einer Bewertung oder einem Urteil des Egos, nicht auf Wahrheit.

Oft heißt es, wir sollten auf Urteile verzichten. Urteile entstehen aus dem Glauben, jemand, du selbst oder ein anderer, habe einen Fehler gemacht und hat Schuld. Doch was als richtig oder falsch erscheint, was Schuld oder Unschuld bedeutet, wird nur durch das Ego bestimmt. Es bewertet, um Orientierung zu finden, erkennt jedoch den tieferen Sinn nicht, der hinter allen Erfahrungen liegt.

Warum Vergebung nichts mit Schwäche zu tun hat

Wie lässt sich Schuld – deine eigene und die von anderen – tatsächlich vergeben und auflösen? Hier gibt es nur einen Weg, und der besteht nicht darin, sich mit dem Ego darüber zu streiten, wer an einer bestimmten Sache schuld ist und wer nicht, wer hier Täter und wer Opfer ist.

Der Weg zur Erlösung besteht darin, jegliche Form von Schuld als Illusion zu betrachten.

Dabei geht es darum, zu erkennen, dass deine Ängste, dein Ärger, deine Wut und Enttäuschung aus deiner ganz eigenen Ego–Sicht der Dinge entstanden sind. Dein Ego sieht die Welt und andere Menschen nicht so, wie sie wirklich sind, sondern interpretiert und (ver-)urteilt das, was es wahrnimmt, durch seine ganz eigene Sichtweise, die auf den Prinzipien von Trennung, Schuld und Angst beruht.

Anders gesagt: Schuld entsteht durch Urteile. Urteile kommen vom Ego. Das Ego urteilt, weil es alles als getrennt betrachtet. Das ist eine Projektion nach außen, weil der Ego–Geist sich selbst von der Einheit getrennt hat. Diese Schuld projiziert es nach außen, um sie nicht selbst anerkennen zu müssen.

Der reine Geist dagegen urteilt nicht, denn er ist sich bewusst, dass alles, was er sieht, nur er selbst ist. Er kennt keine Schuld, weil er weiß, dass das Ego in einer selbst erschaffenen Traumwelt lebt. In Wirklichkeit gibt es nur EINEN Geist. Und dieser eine Geist existiert außerhalb der Zeit in der Einheit. Das Ego träumt lediglich, es habe sich von der Einheit getrennt. Das ist eine Illusion. Die gesamte Welt des Egos ist eine Illusion, eine Fata Morgana, ein Traum. Aber wir alle halten sie für 100 % real, weil wir unserem Ego glauben, da wir uns mit ihm identifiziert haben und sich für uns alles so „echt“ anfühlt. Wir glauben dem Ego nur deshalb, weil wir vergessen haben, wer wir in Wirklichkeit sind.

Und jetzt, da wir uns mit dem Ego identifiziert haben, kommen wir aus diesem Traum nicht mehr heraus. Denn das Ego tut alles, um genau dies zu verhindern, denn dann würde es „sterben“ und sich auflösen. Daher ist Erlösung auf Ego-Ebene nicht möglich.

Aber zum Glück gibt es noch einen anderen Weg. Auch wenn wir in einer Illusion gefangen sind, so sind wir in Wahrheit doch nichts anderes als reiner Geist. Der ist vollkommen unabhängig von der Fantasiewelt des Egos immer noch da. Und wir können ihn anrufen, um uns mit seiner Hilfe erkennen zu lassen, was wahr ist und was nur Illusion. Der reine Geist kann es uns zeigen, wenn wir ihn darum bitten. Er kann uns aus der Welt des Egos hinausführen, hinein in die unbegrenzte Welt des reinen Geistes. Unsterblich, unverletzlich. Und für immer unschuldig, weil das, was das Ego für Schuld hält, nur in einem Traum geschehen ist – nicht in Wirklichkeit.

Nehmen wir an, du schläfst und in einem Traum ermordest du einen anderen Menschen. Am nächsten Morgen wachst du auf und erinnerst dich an deinen Traum. Fühlst du dich dann schuldig? Wohl kaum, denn dir ist bewusst, dass das nur ein Traum war. Exakt so ist es auch, wenn du eines Tages in den Bewusstseinszustand des reinen Geistes erwachst. Dieser Zustand ist deine Heimat, das ist dein natürlicher Zustand. Aus dieser Perspektive heraus wirst du zurückblicken auf deine Ego–Erfahrungen und sie allesamt als (Alp–)Traum erkennen, der nie real war. Der nie wirklich stattgefunden hat.

Wenn du mir dies glaubst, oder es zumindest für möglich hältst, könntest du dich JETZT dafür entscheiden, den Weg zu deiner Erleuchtung abzukürzen und schon JETZT auf sie zuzugehen. Und zwar, indem du die Perspektive des reinen Geistes kennenlernst und sie dir schon heute zu eigen machst. Dies ist der Weg, der dich schnurstracks in dein Erwachen führen wird. Es wird eine Weile der Übung brauchen, damit du dich von der gewohnten Ego-Sicht verabschieden kannst und beginnst, die Welt mit den Augen des reinen Geistes zu sehen. Aber es ist allein eine Frage deines Willens, deiner Entschlossenheit, deiner Disziplin und deines Durchhaltevermögens, selbst bei Rückschlägen diesen Weg immer weiterzugehen. Du würdest dir auf diese Weise enorm viel Leid und vergeudete Lebenszeit sparen.

In all dem Leid und den irdischen Erfahrungen steckt keinerlei Sinn außer dem, zu erkennen, wer du wirklich bist. Das ist der einzige Lebenszweck hier auf Erden. Wenn du in diesem Bewusstsein vollständig angekommen bist, bist du nicht länger in der Zeit und an die irdische Welt des Egos gebunden. Du kannst noch hierbleiben und eine Zeit lang weiter in einem menschlichen Körper wirken. Aber du kannst ihn auch jederzeit ablegen und woanders hingehen. Denn du lebst dann in einer anderen Welt, einer anderen Dimension.

Es ist die Welt der Einheit, in der nichts außer dem reinen Geist existiert. Hier gibt es weder Raum noch Zeit, weder Tod noch Schmerz, weder Angst noch Schuld. Mit den Vorstellungen deines Egos lassen sich diese Welt und das Glücksgefühl, das ihr innewohnt, nicht beschreiben. Unendliche Liebe, unerschütterlicher Frieden, vollkommene Geborgenheit, allumfassende Sicherheit, grenzenlose Möglichkeiten und eine Freude am Sein, die alle irdischen Freuden um einen Faktor übersteigt, den sich das menschliche Bewusstsein nicht vorstellen kann – all dies zeichnet diesen Seinszustand aus. Und dennoch geben diese Begriffe ihn in seiner vollkommenen Schönheit und Fülle nicht mal ansatzweise wieder.  Du kennst diesen Zustand. Denn du kommst aus ihm. Er ist deine Heimat und dein Geist ist immer noch dort.

Die irdische Welt kann als „Traum des Bewusstseins“ erlebt werden. Das ist eine uralte mystische Perspektive. Auch wenn im praktischen Leben beobachtbare Gesetzmäßigkeiten existieren, so behaupte ich, sie sind nichts anderes als Teile eines kollektiven Traums.  Wir träumen ihn gemeinsam. Daher gibt es scheinbare Gesetzmäßigkeiten, die wir alle als „Realität“ akzeptiert haben. Doch in Wirklichkeit bist du gar nicht hier. Dies ist nicht dein Zuhause. Dies ist nicht deine Heimat. Du träumst dies nur. Genauer gesagt: Ein kleiner Teil deines „niederen Geistes“ träumt, von der Einheit getrennt zu sein.

Glaubst du, dass Einheit existiert? Denn wenn sie existiert, muss alles in dieser Einheit enthalten sein. Dann kann es keine separaten Teile geben, die davon losgelöst existieren. Denn ansonsten wäre die Einheit ja keine Einheit mehr. Wenn es Einheit gibt, dann gibt es nichts außerhalb von ihr. Wenn sie existiert, musst du noch immer ein Teil von ihr sein, auch wenn es dir nicht bewusst ist.

Teile der Einheit können davon TRÄUMEN, in einer anderen Welt zu sein, die außerhalb der Einheit liegt. Genau dies ist unser Zustand: Wir träumen von einer Welt außerhalb der Einheit, die weder real ist noch jemals existiert hat oder existieren wird. Denn alles ist Geist. Es gibt nur die Einheit. Materie, die gesamte materielle Welt, das gesamte materielle Universum, sind nicht real, sondern nur Ideen im Geist. Starker Tobak, oder?

Es gibt eine wichtige Kausalkette, auf die ich an diesem Punkt hinweisen möchte:

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