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Selbstliebe

Deine Selbstliebe steigern

Erkenne deinen Wert!
Dein wahrer Wert besteht allein in der Tatsache, dass du da bist. Mehr braucht es nicht. Dein Wert hängt NICHT davon ab, was andere über dich sagen oder denken! Um dich selbst lieben zu können, kann es jedoch auch hilfreich sein, dich mit deinen 'wertvollen Eigenschaften' zu beschäftigen. Was kannst du besonders gut? Was hast du in die Welt gebracht? In welchen Situationen hast du die Welt ein kleines Stückchen besser gemacht? Wo hast du anderen auf ihrem Weg geholfen? Was hast du zum Wohle aller vorangebracht? Es ist gut, all dies einmal sorgfältig aufzuschreiben und dir diesen Zettel eine Zeit lang an eine Stelle zu hängen, an der du öfter vorbeikommst. So kannst du dir immer wieder selbst bewusst machen, dass du ein wertvoller Mensch bist!

Akzeptiere deine Macken und Fehler.
Niemand ist perfekt - und muss es auch nicht sein, um geliebt zu werden. Der Wunsch, möglichst perfekt zu sein, entspringt mangelnder Selbstliebe. Du versuchst, möglichst perfekt zu sein, um von anderen dafür anerkannt und geliebt zu werden. Der Irrglaube lautet: 'Wenn ich Fehler mache, werde ich weniger geliebt'. Wenn du jedoch genauer hinschaust, wirst du feststellen: Das Gegenteil ist meist der Fall. Wenn jemand perfekt ist, verursacht das in anderen negative Gefühle, weil sie sich im Vergleich dazu dann schlecht fühlen. Macken und Fehler machen dich dagegen liebenswert und menschlich.

Höre damit auf, dich selbst und andere zu beurteilen!
Beurteilst du dich selbst, beurteilst du auch andere.
Wenn du dich selbst nicht akzeptieren kannst, kannst du auch andere nicht akzeptieren.
Wenn du dich schuldig fühlst, wirst du auch andere für schuldig halten.
Mit einem Urteil über jemand oder etwas im Außen verurteilst du einen Teil von dir selbst. Wahrscheinlich bekommst du es nicht mit, weil dies tief in deinem Unterbewusstsein abläuft. Aber wisse: Jede Ablehnung und jedes Urteil erzeugt Schuldgefühle in dir.

Übe dich in der Kunst der Vergebung.
Dir wurde in der Vergangenheit Unrecht angetan. Hast du dem 'Täter' vergeben? Wenn nicht, bleibt der Schmerz immer weiter in dir bestehen. Wenn wir diesen Schmerz, diese Wunde, nicht anschauen und erlösen, entwickelt sich daraus Wut, Zorn und Bitterkeit. Dies frisst beständig deine Energien auf. Der Weg, dies zu erlösen, besteht in Trauer und Vergebung. Wir sollten das, was uns schmerzlich widerfährt, angemessen betrauern. Durch die Trauer nehmen wir den Schmerz nachhaltig wahr – und auf diese Weise kann er heilen.

Die Vergebung ist wichtig, damit du dich von der kräftezehrenden, negativen Erinnerung an den 'Täter' lösen kannst. Jeder hat das Recht, Fehler zu machen. Vermutlich hat der 'Täter' gar nicht mitbekommen, wie sehr er dich verletzt hat. Und vermutlich hast du es ihm/ihr nie deutlich gesagt. Falls möglich, kann eine Aussprache hilfreich sein. Auf jeden Fall gilt es für dich, dich mit dem Thema Vergebung zu beschäftigen, denn sie ist für deine Selbstachtung sehr wichtig. Solange du nicht vergeben kannst, bist du nicht frei. Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn wir vergeben. Im Gegenteil: es zeugt von enormer Reife und Stärke, vergeben zu können!

Zuerst solltest du dir selbst vergeben: Verzeihe dir, dass du andere Menschen mit deinem Verhalten, deinen Worten oder dem, was du getan hast, verletzt hast. Vielleicht hast du Schaden angerichtet, jemandem Unrecht getan, es versäumt, Dinge zu tun, die du eigentlich hättest tun müssen. Oder du hast es versäumt, Partei zu ergreifen als jemand deine Unterstützung gebraucht hat. Schuldgefühle führen zu einem schlechten Gewissen, zu Selbstverurteilung und Wut auf uns selbst - bis hin zur Abneigung gegen uns selbst. Akzeptiere, dass jeder Fehler macht - auch du. Dann widme dich all jenen Situationen, in denen du anderen Unrecht getan hast. Bereue dies und übernimm die Verantwortung dafür. Versuche so weit möglich, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen oder für einen Ausgleich zu sorgen. Wenn möglich sage dem oder der Betreffenden: 'Es tut mir leid!'.

Trainiere deine Achtsamkeit.
Bei den meisten von uns verläuft jeder Tag nach einem bestimmten Muster: aufstehen, duschen, Frühstück machen, etwas essen, zur Arbeit gehen, nach Hause kommen, fernsehen oder lesen – wir funktionieren wie Roboter. Oft nehmen wir diesen routinierten Zustand gar nicht mehr bewusst wahr. Wir fragen uns gar nicht mehr, wie wir uns eigentlich fühlen, was wir denken oder auch was alles um uns herum passiert. Hier hilft es, die Achtsamkeit zu wecken und sich genau diese Fragen wieder zu stellen. Achtsamkeit führt dazu, dass du deine Umgebung ganz neu und mit all deinen Sinnen erlebst. Du beobachtest dich selbst und deine Umgebung - ohne jedoch zu bewerten, was du wahrnimmst. Durch Achtsamkeit kannst du dir selbst wieder nah kommen, dein Leben wird sich nach einer Weile bunter, lebendiger und reicher anfühlen.

Setze Grenzen! Stehe für dich und deine Interessen ein! Kennst du deine Grenzen? Wie definierst du sie? Was ist dir so wichtig, dass du dafür kämpfen würdest, falls andere diese Grenze verletzen? Die eigenen Grenzen zu setzen und zu verteidigen ist extrem wichtig. Denn nur so können andere erkennen, dass sie mit dir nicht machen können, was sie wollen. Grenzen zu setzen macht stark! Und du solltest bereit sein, für deinen Selbsterhalt und zum Erhalt deiner Selbstliebe auch Konflikte auszutragen, wenn es nötig ist. Auch du selbst magst vermutlich Menschen lieber, die auf eine freundliche, aber bestimmende Art und Weise sagen, was sie wollen, statt rumzueiern und sich im Nachhinein zu beklagen, dass sie mit dem, was passiert ist, gar nicht einverstanden waren. Also höre auf, anderen gefallen zu wollen und sei so, wie du bist! Wenn du dir erlaubst zu sein, wie du bist, lädst du damit auch andere ein, so zu sein, wie sie sind. Dann können nach und nach alle damit aufhören, sich gegenseitig etwas vorzumachen und sich entspannen. Dann beginnt die Ehrlichkeit und Authentizität!

Erkenne 'toxische' Menschen und Energievampire! Du erkennst solche Menschen daran, dass sie oft jammern, negativ denken und sprechen, vor allem über ihr eigenes Leid, ihre Sorgen und alles Schlechte dieser Welt. Sie halten gern lange Monologe, sind oft zynisch und klammern sich an dich, weil sie deine Energie ( = deine Aufmerksamkeit!) haben wollen. Achte auf dein Gefühl, wenn du längere Zeit mit jemandem zusammen warst! Denke nicht, du könntest solche Menschen ändern - das ist weder möglich noch ist dies deine Aufgabe. Du kannst dich nur selbst ändern - und dich von solchen Menschen zu deinem eigenen Schutz fernhalten.

Orientiere dich an deinen eigenen Maßstäben! Es ist nicht wichtig, was andere sagen, was andere denken oder wie sie über etwas urteilen. Du solltest unabhängig von der Meinung anderer deine ganz eigenen Grundsätze und Maßstäbe haben - dich daran orientieren und danach leben. Du bist nur dir selbst Rechenschaft verpflichtet. Andere Menschen haben ihren Weg - du hast deinen. Respektiere dich selbst, indem du deinen ganz eigenen Maßstäben und deinem eigenen Rhythmus folgst!

Sorge für ausreichend Ruhe und Erholung!
* Lege während deiner Arbeit öfters eine Pause ein und tue in dieser Zeit und im Rahmen der Möglichkeiten etwas, was dir Spaß macht!
* Hast du schon mal einen Tag 'Digital Detox' eingelegt? Verzichte einmal einen ganzen Tag lang konsequent auf Fernsehen, Radio, Handy, Internet und ähnlichem. Schau mal, was das mit dir macht! Vielleicht erkennst du den Vorteil daran und machst dies regelmäßig einmal pro Woche?
* Hast du es mal mit MEDITATION probiert? Für viele ist dies eine wundervolle Methode, um mit sich ins Reine und zu mehr Ruhe zu kommen.

Belohne dich, sorge für Spaß und GENUSS in deinem Leben!
* Nimm dir Zeit für dich selbst. Unternimm Dinge, die dir guttun.
* Iss genussvoll, nimmt dir dafür Zeit und iss mit Achtsamkeit!
* Lobe dich selbst für das, was du heute wieder alles erreicht hast
* Gönne dir ein bisschen Luxus!

Dein Körper hat Bedürfnisse - sorgst du für ihn?
* Sorgst du für ausreichend Schlaf? Eventuell auch für einen Mittagsschlaf?
* Bewege dich an der frischen Luft! Waldspaziergänge und die Natur sind auf verschiedene Weise sehr förderlich!
* Yoga?
* Sport?

Sorge für Abwechslung! Abwechslung bringt neue Anregungen und Lebensfreude.

Sorge für Nähe zu anderen Menschen! Nähe ist ein menschliches Grundbedürfnis.


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