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Human Design

Die neun Zentren

Ähnlich wie in der indischen Chakra-Lehre gibt es beim Human Design System neun Körperzentren, die verschiedene Aufgaben- bzw. Eigenschaftsbereiche in uns repräsentieren. In den Körpergrafiken ist jedes Zentrum entweder weiß (leer) oder farbig dargestellt.

Definierte Zentren (farbig)

Wird ein Zentrum in deiner Körpergrafik farbig (definiert) dargestellt ist, funktioniert dieses Zentrum verlässlich in einer ganz speziellen Art und Weise. Hier läuft ein festes Programm, dass einen Wesenszug deiner Persönlichkeit darstellt. Dies gehört zu dir, dies 'bist du'. In diesen Bereichen bist du wenig von anderen beeinflussbar. Im Gegenteil: Du strahlst auf andere aus, wie du im Bereich deiner definierten Zentren 'funktionierst', wie du hier bist.

Die genaue Arbeitsweise deiner definierten Zentren lässt sich an den jeweils aktivierten Toren des Zentrums erkennen. Definierte Zentren stehen ständig unter 'Strom', sie arbeiten ununterbrochen. Gleiches gilt für die Tore an diesen Zentren. Deren Eigenschaften stehen dir verlässlich und kontinuierlich zur Verfügung.

Offene Zentren (weiß, undefiniert)

Offene Zentren sind in einem wahrnehmenden, empfangenden Modus. Wird ein Zentrum weiß dargestellt, bist du im Themenbereich dieses Zentrums offen für Anregungen und Einflüsse von Außen. Weil ein solches Zentrum nicht auf eine ganz bestimmte Art zu funktionieren festgelegt ist, kann es in diesem Bereich alles lernen, ausprobieren und erfahren. Offene Zentren haben daher das Potenzial für die größte Weisheit.

In diesen Bereichen bist du jedoch auch am stärksten von anderen beeinflussbar und verletzlich. Offene Zentren sind wie Satellitenschüsseln nach Außen, die wahrnehmen, wie andere in diesem Bereich sind. Offene Zentren übernehmen automatisch die Arbeitsweise von anderen Menschen um dich herum, wenn das bei dir offene Zentrum beim anderen definiert ist und diese Person sich in deinem Energie- und Aurafeld (6 Meter um dich herum) befindet. Dein offenes Zentrum übernimmt dann dessen Arbeitsweise und wird dadurch definiert. Sobald sich diese Person wieder aus deinem Aurafeld entfernt, ist dein Zentrum wieder offen und funktioniert nicht mehr wie zuvor.

Diese Beeinflussung ist nicht nur durch andere Personen, sondern auch durch das sogenannte 'Planetenwetter' möglich. Durch eine bestimmte Konstellation der Planeten können bei dir offene Zentren ebenfalls zeitweise definiert werden. Genau wie die Astrologie sagt auch das Human Design System aus, dass der Stand der Planeten uns jeden Tag in verschiedener Weise beeinflusst.

In den Bereichen deiner offenen Zentren übernimmst du üblicherweise viel von anderen. Du übernimmst die Art und Weise, wie andere in diesem Bereich sind, weil in dir nichts Festes oder Verlässliches angelegt oder greifbar ist. Im Human Design spricht man dann vom 'Nicht-selbst'. Du übernimmst in deinen offenen Zentren tendenziell Verhaltensweisen, die nicht deine eigenen sind. Offene Zentren in dir sind nicht verlässlich, sie funktionieren je nach Einfluss mal so und mal anders. Wenn du diese inkonsistente Funktionsweise nicht erkennst oder nicht akzeptieren kannst und du dich dennoch auf die Funktion deiner offenen Zentren verlässt, wird dies dich zwangsweise zu Erschöpfung, Scheitern, Frust, Verbitterung, Ärger oder Enttäuschung führen.

Schlafende Tore: Deine an einem offenen Zentrum aktivierten Tore 'schlafen' so lange, bis sie durch einen äußeren Einfluss aktiviert werden. Die Eigenschaften dieser Tore stehen dir also nicht kontinuierlich zur Verfügung, sondern nur zeitweise: Immer dann, wenn das entsprechende Zentrum durch Außeneinflüsse aktiviert wird. Dann steht das Zentrum unter 'Strom' - und alle an diesem Zentrum definierten Tore werden aktiv.


Die folgenden allgemeinen Aussagen über die Zentren müssen in Zusammenhang mit den bei dir aktivierten Toren und Kanälen betrachtet werden. Denn diese können bestimmte Eigenschaften von Zentren sowohl ergänzen als auch ihnen diametral entgegenstehen und sie überlagern. Wenn also eine bestimmte Aussage zu den Zentren in deinem Fall nicht zutrifft, schaue dir die Eigenschaften der bei dir aktivierten Tore und Kanäle an. Denn dann findest du dort sicher eine Eigenschaft, die die allgemeine Wirkung deines Zentrums überlagert.

Die jeweiligen Prozentangaben entsprechen dem Anteil in der Bevölkerung, bei denen dieses Zentrum jeweils definiert oder offen ist.

Human Design Körpergrafik

1. Kopf-Zentrum (Inspiration)

Funktion: Inspirationen und Ideen zu empfangen. Der Druck, sich Fragen zu stellen und ihnen nachzugehen: Warum? Was? Wohin? Je nachdem, welches Tor bei dir aktiviert ist, denkst du vor allem nach über....

Tor 63: Die Zukunft. Du zweifelst vieles an, möchtest dich absichern, suchst in allem nach Logik, nach Mustern, Regeln oder Gesetzmäßigkeiten, die du gerne erkennen möchtest.

Tor 61: Deine jetzige Situation. Du interessierst dich dafür, was neu ist. Mysterien und das Unbekannte interessieren dich. Du sondierst laufend, welche Themen es wert sein könnten, um dich damit näher zu beschäftigen.

Tor 64: Die Vergangenheit. Du möchtest vor allem die Vergangenheit verstehen, erkennen, warum etwas geschehen ist und welche Lehren du daraus ziehen könntest.

Ist KEINES dieser Tore bei dir definiert, weißt du oft nicht, welche Themen gerade wichtig für dich sind und welche nicht. Du orientierst dich vor allem an Fragen und Themen, mit denen andere gerade beschäftigt sind.

Bei 70% offen (weiß): Du bist neugierig, aufgeschlossen und vielseitig interessiert, offen für die Meinungen und Ideen anderer. Du neigst dazu, die Meinungen, Fragen und Probleme von anderen Menschen um dich herum zu übernehmen und deren Probleme lösen zu wollen. Überhaupt denkst du oft über Dinge nach, die eigentlich völlig unwichtig sind. Dich zeichnet eine gewisse Sprunghaftigkeit aus und du lässt dich leicht ablenken. Du neigst dazu, von Thema zu Thema (Buch zu Buch, Idee zu Idee, Frage zu Frage, Projekt zu Projekt) zu springen und vieles anzufangen, schließt jedoch einmal begonnenes nicht konsequent ab. Auch verzettelst dich öfters und manchmal zerrinnt dir die Zeit zwischen den Fingern, ohne dass du am Ende des Tages etwas Konkretes in der Hand hast. Tipp: Versuche nicht, die Probleme von anderen lösen zu wollen, sondern beobachte deine Gedanken einfach - ohne etwas zu tun. Vor allem bei wichtigen Entscheidungen höre statt auf deine wirbelnden Gedanken auf deine 'innere Stimme' (Gefühl, Bauch, Intuition) - dadurch würdest du einer viel größeren, weitsichtigeren Weisheit folgen.

Bei 30% definiert (farbig): Du möchtest alles um sich herum verstehen und hinterfragst den Sinn. Viele Fragen und Sorgen kreisen dir ständig im Kopf herum. Deine Gedanken mal abzuschalten, fällt dir schwer. Du bist vor allem mit eigenen Themen und Fragen beschäftigt und wenig offen für die Fragen, mit denen sich andere gerade beschäftigen. Andererseits kannst du andere jedoch mit deinen Gedanken und Themen sehr inspirieren.


2. Ajna-Zentrum (Verstand)

Funktion: Denken, berechnen, sich Meinungen bilden, interpretieren, bewerten, entscheiden. Basis dafür ist die Vergangenheit: Dein angelerntes Wissen, die von anderen übernommene Vorstellungen und Glaubenssätze, deine früheren Erfahrungen. Der Verstand 'errechnet' aus den Informationen der Vergangenheit Konzepte, Theorien, Entscheidungen und Begründungen für das Jetzt und für eine mögliche Zukunft. Die 'schlafenden Tore' an diesem Zentrum bestimmten, über welche Themen du dich mental mit anderen Menschen verbindest.

Bei 50% offen (weiß): Du begreifst und lernst schnell und saugst Informationen wie ein Schwamm auf, wenn dich etwas interessiert. Du kannst dich gut auf die Denkweise anderer einstellen. Auch erkennst du gut, welche Projekte / Ideen / Konzepte / Ansätze wertvoll und vielversprechend sind - und welche eher nicht. Du erkennst, wer Antworten auf deine Fragen hat und wer nicht. Du orientierst dich öfters an den Meinungen anderer und tendierst dazu, dich den Meinungen anderer anzuschließen.

Bei 50% definiert (farbig): Du bist gut darin, neue Vorschläge und Ideen zu entwickeln. Dein Verstand erstellt auf die immer gleiche Art und Weise neue Konzepte. Wenn dich ein Problem beschäftigt, kannst du schlecht abschalten. Ohnehin neigst du zu ständigem nachdenken. Du glaubst oft irrtümlich, deine Meinung sei die einzig Richtige. Wenn etwas nicht in dein Denkschema passt, hast du Probleme damit, es zu verstehen. Wenn bei dir ein Kanal zum Ausdruckszentrum aktiviert ist, sprichst du fast immer sofort aus, was du denkst. Auch entscheidest und handelst du dann meist auf Basis von Logik. Andere nehmen dich vermutlich als recht klug, vernünftig und rational wahr.


3. Kehl-Zentrum (Ausdruck)

Funktion: Deine Gedanken, Gefühle und Energien in eine Form zu bringen, sie auszudrücken und in Worte oder Handlungen umzusetzen. In diesem Zentrum entscheidet sich, ob, was und wie du etwas nach Außen hin ausdrückst, über dieses Zentrum zeigst du dich anderen teilst dich mit. Erst aufgrund dessen, was du sagst und was du tust, können andere mit dir interagieren. Die Kanäle nach oben zum Ajna (Verstand) zeigen, worüber du oft SPRICHST, Kanäle in die Zentren unterhalb zeigen, wie du tendenziell HANDELST. Die größte Wirkung deiner Handlungen erzielst du, wenn du den richtigen Zeitpunkt abwarten kannst und dabei auf deine 'innere Stimme' hörst.

Bei 70% definiert (farbig): Du kannst andere gut überzeugen und mit deinen Worten große Wirkung erzielen. Oft redest oder tust du jedoch zu viel. Du unterbrichst andere oft und übergehst andere bei Gesprächen, insbesondere die leiseren Stimmen.

Hast du einen Kanal zu einem Motorzentrum (Herz, Solarplexus-, Sakral- oder Wurzel-Zentrum) bist du ein Macher-Typ (z.B. Manager, Abteilungsleiter, Selbstständiger etc.). Gibt es einen Kanal zum Herzzentrum (Wille), stellst du dich selbst oft in den Mittelpunkt und sagst häufig: 'Ich will... / ich habe... / ich werde...'. Hast du einen Kanal zu deinem Solarplexus-Zentrum (Gefühl), drückst du deine Gefühle oft direkt aus und reagierst häufig emotional. Gibt es einen Kanal zu deinem Milz-Zentrum (Intuition) reagierst du oft spontan auf Basis deines intuitiven Wissens. Ein Kanal zum G-Zentrum (Identität) bringt die Stimme deines 'hohen Selbst', einer höheren Weisheit in dir, zum Ausdruck.

Bei 30% offen (weiß): Du bist ein guter Zuhörer, kannst dich sprachlich gut auf dein Gegenüber einstellen. Du kannst dich gut ausdrücken, deine Meinung und dein Wissen anderen gut verständlich erklären. Manchmal redest du gern und viel - insbesondere dann, wenn es um ein Thema geht, dass dich interessiert oder begeistert. Manchmal plapperst du aber auch einfach nur drauflos und redest über Banalitäten, weil du Aufmerksamkeit bekommen möchtest. Du kannst gut erkennen, ob jemand authentisch ist und die Wahrheit sagt - oder lügt. Sollte das Kehl-Zentrum bei dir komplett frei sein, wenn also kein einziges Tor an diesem Zentrum bei dir aktiviert ist, weißt du oft nicht, was du in einer konkreten Situation sagen oder was du tun sollst.


4. G-Zentrum (Identität)

Funktion: Definiert die Rolle(n), die wir im Leben spielen und die Richtung, in die wir gehen. Der unsichtbare Taxifahrer, der uns durchs Leben fährt, uns im richtigen Moment an die richtigen Plätze führt und mit den richtigen Menschen zusammenbringt. Es ist auch das Zentrum der Liebe, das uns hilft, den Weg zurück in die Einheit zu finden.

Bei 55% offen (weiß): Du bist frei darin, ganz unterschiedliche Rollen in deinem Leben zu wählen und auszuprobieren. Auch kannst du dich gut auf bestimmte Menschen und Situationen einstellen. Aber manchmal weißt du nicht, wo dein Platz im Leben ist, was deine Aufgabe ist, welche Ziele du hast und in welche Richtung du gehen sollst. Dann fühlst du dich irgendwie verloren und suchst nach Liebe und einer Richtung in deinem Leben. Du schätzt es, wenn andere dir eine Richtung zeigen können, dich coachen, führen oder begleiten. Allerdings besteht die Gefahr, dass du deine Autorität an andere abgibst, die dich dann für ihre Zwecke ausnutzen. In Bezug auf Beziehungen bist du sehr verletzlich. Deshalb sehnst du dich danach, jemandem vertrauen zu können. Du brauchst Freiheit und Unabhängigkeit und fühlst dich in falschen Beziehungen schnell unfrei und eingeengt. Tipp: Wenn du mal wieder nicht genau weißt, wo es für dich weitergeht, warte, bis dich jemand oder etwas inspiriert, um den für dich richtigen Weg zu erkennen! Habe Geduld und genieße die Zeit bis dahin - der Nebel wird sich lichten!

Bei 45% definiert (farbig): Du gehst einen eigenen, ganz individuellen Weg. Grundsätzlich hast du großes Vertrauen ins Leben und bist gelassen und optimistisch, was die Entwicklung der Menschheit angeht. Du kannst ein Wegweiser für andere sein und ihnen Rat in Bezug auf ihren Lebensweg geben. Du strahlst vermutlich Selbstbewusstsein aus. Das kann auf andere anziehend wirken. Du glaubst jedoch irrtümlich, andere bräuchten nur genau so wie du zu sein und so zu handeln wie du, um erfolgreich zu sein. Deshalb hältst du andere Menschen oft für dumm, übergehst sie und kannst dann arrogant wirken. Du übersiehst dabei, dass jeder von uns ganz unterschiedliche Potenziale hat.


5. Milz-Zentrum (Intuition)

Funktion: Instinkt. Sorgt für unser Überleben, für Sicherheit, Gesundheit und Wohlergehen. Warnt uns vor möglichen Gefahren. Meldet uns, was unser Körper gerade braucht. Die Impulse der Intuition sind leise, beziehen sich immer auf den gegenwärtigen Moment und kommen nur ein einziges Mal.

Bei 55% definiert (farbig): Du hast tendenziell eine gute Gesundheit: Aber wenn du krank wirst, dann richtig. Du kannst Ereignisse instinktiv und blitzschnell vorausahnen und situativ und spontan die richtigen Entscheidungen für dich treffen - sofern die den jeweiligen Moment betreffen. Du strahlst Sicherheit aus und wirkst daher insbesondere auf Menschen mit offenem Milz-Zentrum sehr anziehend. Deine Aufgabe ist, den leisen und einmaligen Impulsen deiner Intuition zu vertrauen und sie nicht durch deinen Verstand infrage stellen zu lassen. Hinter deinen intuitiven Impulsen steckt große Weisheit.

Bei 45% offen (weiß): Du nimmst sehr gut wahr, ob andere Menschen in deiner Umgebung sich gerade wohlfühlen und ob sie gesund. Bei entsprechender Schulung (z.B. Arzt oder Heilpraktiker) kannst du gut erkennen, was bei deinem Gegenüber aus dem Gleichgewicht geraten ist. Vermutlich sorgst dich mehr als andere um deine eigene Gesundheit. Du wirst angezogen von Menschen, bei denen dieses Zentrum definiert ist, weil solche Menschen dir Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Da diese Menschen so anziehend für dich sind, besteht die Gefahr, dass du an ihnen festhältst, auch wenn es nicht (mehr) förderlich für dich ist. Dies gilt auch für deinen Job, deine Wohnsituation und alle deine Beziehungen: Du neigst generell dazu an Dingen festzuhalten, die dir Sicherheit versprechen, und sie nicht loszulassen, auch wenn es dir mehr schadet als nützt. Dies kann deine Weiterentwicklung behindern. Möglicherweise hast du eine besondere Neigung zu Haustieren, sie vermitteln Menschen mit offenem Milz-Zentrum oftmals Wohlbehagen. Da deine Intuition nicht verlässlich funktioniert, sind spontane Entscheidungen für dich oft die falschen und du könntest sie am nächsten Tag bereuen. Für dich gilt, möglichst keine schnellen Entscheidungen zu treffen, sondern dir bei wichtigen Fragen möglichst viel Zeit zu lassen.


6. Herz-Zentrum (Willenskraft)

Funktion: Wille und Durchsetzungskraft. Deine materielle Situation (materielles Überleben), Geld und Vermögen, Sitz deines Selbstwertgefühls.

Dieses Zentrum beschäftigt sich mit der Frage: Was willst du? Wenn die folgenden Tore definiert sind, bringt dies häufig die folgenden Tendenzen mit sich: Tor 21: Du willst möglichst die Kontrolle über alles haben. Tor 40: Du willst liefern, deine Versprechen und Zusagen einhalten, zuverlässig sein, etwas einbringen. Tor 26: Du willst gut oder sogar der/die Beste auf deinem Gebiet sein. Du hast das Talent, anderen etwas zu verkaufen (kann sich auch auf Meinungen oder Positionen beziehen). Tor 51: Du bist ehrgeizig, willst ganz vorne mit dabei sein und scheust den Wettbewerb nicht.

Wie bei all deinen definierten Toren gilt auch hier: Ist dieses Zentrum offen, sind diese Eigenschaften nur zeitweise bei dir aktiv. Ist dieses Zentrum bei dir definiert, kennst du diese Tendenzen vermutlich, denn dann sind diese Tore und deren Eigenschaften dauerhaft aktiv.

Bei 65% offen (weiß): Manchmal weißt du nicht, was du willst und welche Ziele du erreichen willst. Auch hast du tendenziell ein eher geringes Selbstwertgefühl und bist dir deines eigenen Werts nicht bewusst. Das kann dazu führen, dass du dir selbst oder anderen deinen Wert ständig beweisen willst und oft viel mehr tust, als eigentlich nötig ist. Dann arbeitest du z.B. besonders hart und schnell in der Absicht, anderen und dir selbst deinen Wert und deine Wichtigkeit zu beweisen. Dies kann zu Selbstüberforderung und Burn-out führen. Die Zustimmung anderer ist dir sehr wichtig. Daher tust du viele Dinge aus dem (unbewussten) Motiv heraus, von anderen Anerkennung und Lob zu erhalten. Das kann sich durch deine Überstunden, dein Einsatz für Tiere und Umwelt, Ehrenämter in Vereinen, Sozialdienste, Kinder-Patenschaften etc. ausdrücken. Vermutlich fällt es dir schwer, berechtigte Forderungen anderen gegenüber zu stellen und eine angemessene Bezahlung bzw. einen adäquaten Preis zu verlangen.

Wenn dieses Zentrum bei dir komplett offen ist (kein einziges Tor an diesem Zentrum ist aktiviert), hast du keinerlei Grundlagen, um deinen eigenen Wert einzuschätzen. Du schwankst dann vermutlich zwischen einem Gefühl von völliger Wertlosigkeit und einer Selbstüberschätzung. Dies kann dazu führen, dass du deinen Wert z.B. durch Teilnahme und Engagement in einer Gruppe (Partei, Verein, Religion, Umweltschutz etc.) zu beweisen versuchst.

Bei 35% definiert (farbig): Du kannst deinen Willen meist gut durchsetzen und bist sehr verlässlich. Du stellst dich, deine Bedürfnisse und das, was du willst, gerne in den Mittelpunkt lebst dein Leben vor allem aus der 'ICH' Perspektive. Oft beginnst du deine Sätze mit 'ICH..., Mein... oder Mir...'. Situativ kannst du autoritär und dominant sein. Du trittst vermutlich relativ selbstbewusst auf und hast ein gesundes Selbstwertgefühl. Du möchtest dich anderen gegenüber beweisen und scheust den Wettbewerb mit anderen nicht. Im Beruflichen kannst du deine Projekte zielstrebig voranbringen. Du möchtest tendenziell immer deinen Willen durchsetzen und das alles so läuft, wie du es willst. Deshalb möchtest du tendenziell dein eigener Chef sein (Selbsttändigkeit) und lässt dir von anderen nicht gern etwas vorschreiben. Du neigst dazu, die Position, Meinung und Leistung anderer Menschen oft nicht (ausreichend) anzuerkennen.


7. Solarplexus-Zentrum (Emotion)

Funktion: Gefühle. Leidenschaft, Lust, Verlangen, emotionale Bedürfnisse. Dies ist eines von drei möglichen Bewusstseinszentren. Durch dieses Zentrum werden wir uns unserer sozialen Beziehungen zu anderen bewusst. Auch ist dieses Zentrum Sitz des spirituellen Bewusstseins (Einheitserfahrungen) und ermöglicht uns erst die Erfahrung, lebendig zu sein, zu leben. In diesem Zentrum entsteht unter anderem die Freude an leckerem Essen, an Sexualität, Energie, Leidenschaft, Begeisterung, Romantik und Musik.

Bei 50% offen (weiß): Du bist emotional meist eher ausgeglichen, ohne allzu große Hochs und Tiefs. Aber du bist sehr einfühlsam und nimmst die Gefühle anderer sehr gut wahr. Andere empfinden dich als harmlos und freundlich. Du magst vermutlich keinen Streit und meidest Konflikte. Oft gaukelst du anderen eine „heile Welt“ vor, auch wenn es Innen in dir drin ganz anders aussieht. Denn du möchtest, dass niemand traurig ist uns sich möglichst alle um dich herum wohlfühlen. Deshalb bist du oft nett, witzig, charmant und hast eine sympathische Art - aber deine wahren Gefühle zeigst du nicht immer offen und ehrlich.

Der Grund dafür ist, dass du sehr empfindsam für die Bedürfnisse, Launen und Gefühle anderer bist. Dein offenes Solarplexus-Zentrum tastet die Gefühle der Menschen um dich herum automatisch ab. Du bekommst die Gefühle der Menschen um dich herum verstärkt mit und versuchst daher automatisch, negative Gefühle anderer möglichst zu vermeiden und bei anderen positive Gefühle zu erzeugen. Das fing schon in deiner Kindheit an. Schon damals hast du versucht, deine Eltern glücklich zu machen und Konflikte und Ärger mit ihnen möglichst zu vermeiden. Allerdings: Wenn du ständig versuchst, Konfrontationen und notwendige Auseinandersetzungen mit anderen zu vermeiden, lebst du dein Leben nur auf eine sehr oberflächliche Weise. Sich zu behaupten, für deine Wünsche, Interessen und Bedürfnisse einzustehen, wenn angemessen, auch NEIN sagen zu können, ist ein Akt der Selbstliebe und hat einen großen Einfluss auf dein Selbstwertgefühl.

Tipp: Lerne deine eigenen Gefühle von denen anderer Menschen zu unterscheiden. Die Gefühle anderer Menschen verschwinden, sobald sie sich nicht mehr in deinem Aurafeld sind. Dein Aurafeld ist ein unsichtbares Energiefeld, dass dich (und jeden anderen Menschen) in einem Radius von bis zu 3 Metern umgibt. Daher beginnt bereits bei einer Distanz von 6 Metern oder weniger einer energetischer Austausch, die Aurafelder des Menschen beginnen ab dieser Distanz, miteinander zu agieren und aufeinander einzuwirken.

Wisse: Deine eigenen Gefühle kannst du nur dann ungefärbt wahrnehmen, wenn du ganz allein bist und dich fernab von anderen Menschen aufhältst.


Bei 50% definiert (farbig): Du unterliegst häufigen Gefühlsschwankungen, für die es keinen erkennbaren Grund im Außen gibt. Du wachst manchmal auf uns könntest die ganze Welt umarmen, an anderen Tagen wiederum erscheint dir alles fad und grau. Jeder und alles nervt dich dann. Eine der Auswirkungen dieser Gefühlswellen ist, dass sie die Wahrnehmung deiner Realität immer entweder besser (schöner) oder schlechter (trüber) färben, als sie tatsächlich ist. Daher gilt für dich der Satz: 'Es gibt keine Wahrheit im Jetzt'. Denn morgen siehst du die Welt, dein Umfeld, deine Situation, vermutlich schon wieder ganz anders.

Vielleicht nimmst du deine eigenen Gefühlswellen gar nicht so stark wahr, weil sie dir bereits so vertraut sind. Dann wirst du dir deiner Stimmung oft erst bewusst, wenn andere dich darauf ansprechen und beispielsweise fragen: 'Hast du heute schlechte Laune...?' oder 'Was ist denn mit dir heute los?'. Oder wenn andere dich - zu deiner Verwunderung - ganz allgemein als einen emotionalen oder launischen Menschen beschreiben.

Du neigst dazu, die Gründe für deine schlechte Stimmung im Außen zu suchen und dich nach logischen Erklärungen umzusehen. Doch wirst du im Außen nichts finden - die Wellen sind in deinem Fall eine Art Naturgewalt. Das ist vielleicht nicht immer angenehm, aber durch deine Gefühle (positive wie negative) bringst du „Farbe“ in die Welt und konfrontierst andere mit Emotionen - dies ist der tiefere Sinn deiner Gefühlswellen. Tipp: Identifiziere dich nicht mit diesen Gefühlen! Nehme sie wahr, akzeptiere sie und lasse dich dadurch nicht in deiner inneren Ruhe stören. Du weißt: Diese Gefühle und Stimmungen kommen - und gehen auch wieder vorüber.

Schlechte Laune kann sehr zerstörerisch sein. Insbesondere dann, wenn du anderen die Schuld für deine schlechte Stimmung gibst und ihnen unbegründete Vorwürfe machst. Dies ist ein extrem destruktiver Mechanismus und er kann deine Beziehungen sehr belasten. Denn selbst, wenn du anderen keine direkten Vorwürfe machst, meinen sie oftmals, sie seien die Ursache für deine schlechte Laune. Dann entwickeln sie (völlig unbegründet) Schuldgefühle. Diese Schuldgefühle sind zerstörerisch - daher ist dieser Vorgang für dich und die Menschen um dich herum so bedeutend. Du kannst die angespannte Situation, die aufgrund deiner Gefühlswellen entstehen, für alle entspannen, wenn du offen damit umgehst. Falls du nächstes Mal mit schlechter Laune aufwachst, könntest du beispielsweise jedem, mit dem du Kontakt hast, einfach sagen: 'Sorry, ich habe heute schlechte Laune - aber es liegt NICHT AN DIR'. Das wäre für alle um dich herum eine große Erleichterung. Vermutlich mehr, als du dir vorstellen kannst, weil du die beim anderen entstehenden Schuldgefühle ansonsten meist gar nicht mitbekommst.

Ist deine Gefühlswelle gerade oben ist, neigst du dazu, impulsiv in etwas hineinspringen und 'ja' zu sagen. Ist deine Welle gerade unten ist, tendierst du dazu, spontan aus etwas herauszuspringen oder 'nein' zu sagen. Wenn du wichtige Entscheidungen spontan triffst, wirst du dies des Öfteren bereuen - denn so triffst du oft eine falsche Entscheidung unter dem Einfluss deiner momentanen Stimmung. Tipp: Wichtige ENTSCHEIDUNGEN solltest du so lange wie möglich hinauszögern. Je länger du wartest, desto klarer kannst du erkennen, was wirklich gut für dich ist und was nicht. Denn von der Färbung durch deine Stimmungsschwankungen abgesehen, ist dein Gefühl für dich ein weiser und verlässlicher Ratgeber. Daher frage dich bei Entscheidungen: Wie fühlt es sich an, wenn ich mich SO entscheide? Und wie, wenn ich mich anders entscheide? Durch dein Gefühl spricht deine innere Stimme, deine Seele, die höhere Weisheit, zu dir. Lerne, ihr zu vertrauen!

Und wisse: Dein definiertes Solarplexus-Zentrum und der damit verbundene Gefühlsreichtum bringt dir das Potenzial, die Welt auf emotionaler und spiritueller Ebene in großer Tiefe zu erfahren und zu begreifen.


8. Sakral-Zentrum (Lebenskraft)

Funktion: Regelt die Lebens- und Arbeitskraft sowie die Sexualität.

Sind bei dir die folgenden Tore aktiv, gibt dir das Energie, um: Tor 34: Andere zu bestärken und zu unterstützen, Tor 5: Regeln, Routinen oder Rhythmen (z.B. Pausen) zu definieren, damit kontinuierlich genügend Kraft zur Verfügung steht, Tor 14: deinen Weg weiterzugehen, zu arbeiten und deine Projekte voranzutreiben, Tor 29: deine Verpflichtungen zu erfüllen, Durchhaltevermögen, Verbindlichkeit, Tor 59: Nähe zu anderen herzustellen, sexuelle Energie, Tor 9: Details zu erkennen und für Genauigkeit zu sorgen, Tor 3: Veränderungen und Synthesen zu ermöglichen, Tor 42: zu wachsen, Aufgaben oder Projekte erfolgreich abzuschließen, Tor 27: dich mit Fürsorge und Mitgefühl um andere zu kümmern.

Bei 70% definiert (farbig): Es steht dir eine zuverlässige, große Lebens- und Arbeitskraft und Ausdauer zur Verfügung. Allerdings nur, wenn dir Spaß macht, was du tust. Die 'richtige' Arbeit kann dich sehr erfüllen. Deine Energie will jedoch immer 'abgearbeitet' werden, ansonsten macht dich das unzufrieden und kann zu Frust führen. Daher bist du meist ungeduldig und kannst nicht längere Zeit ohne Beschäftigung sein. Um deine Energie loszuwerden ergreifst du oft von dir aus die Initiative und tust viele Dinge, die eigentlich gar nicht gefragt oder notwendig sind. Dann verschwendest du deine Energie und deine Mühe wird dich am Ende nicht befriedigen. Solltest du dich längerfristig kraftlos fühlen, fehlt dir eine Beschäftigung, zu der du wirklich Lust hast. Daher ist ein erfüllendes Berufsleben für dich besonders wichtig.

Bei 30% offen (weiß): Du hast weniger Ausdauer in Bezug auf Lebens- und Arbeitskraft als andere Menschen und brauchst deshalb öfters als andere eine Pause. Dies liegt in der Natur deines Energiesystems. Du solltest daher gut beobachten, wofür du deine Energie einsetzt und wer oder was dir unnötig Energie raubt. Eine wichtige Frage für dich ist: Kannst du erkennen, wann es genug (Arbeit, Anstrengung, Bewegung, Trubel) ist? Und handelst du dann auch entsprechend, unterbrichst deine Arbeit und machst eine Pause oder gehst du einfach über dieses Bedürfnis hinweg? Dies ist extrem wichtig für deinen Energiehaushalt. Aufgrund dieser Energiesituation entwickeln Menschen mit einem offenen Sakral-Zentrum oft große Effizienz, um in möglichst kurzer Zeit viel zu erreichen. Es gibt auch eine latente Tendenz zu Süchten aller Art bei dir. Das kann sich z.B. durch exzessives Fernsehen (Soap-Operas), Internetkonsum, der Beschäftigung mit Autos, Fußball oder anderen Leidenschaften ausdrücken.

Wenn du versuchst, in Sachen Ausdauer oder Arbeitstempo mit den anderen 70% Menschen mitzuhalten, bei denen dieses Zentrum definiert ist, droht Überforderung und Burn-out. Dafür kannst du - je nach Grundtyp - entweder a) die Fähigkeiten und Stärken anderer Menschen besonders gut erkennen und sie koordinieren (Projektor) oder b) dein ganz eigenes Ding machen und neue Wege gehen (Manifestor) oder c) besser als alle anderen die größeren Zusammenhänge um dich herum erkennen (Reflektor).


9. Wurzel-Zentrum (Antrieb)

Funktion: Zusatzmotor (Turbo) für Stresssituationen. Kann blitzartig für einen Energieschub sorgen kann (Adrenalin). Bringt den Druck, die eigene Existenz abzusichern und sich weiterzuentwickeln.

Bei 70% definiert (farbig): Du kannst auch in hektischen Zeiten die Ruhe bewahren und besitzt im Allgemeinen eine gute Resistenz gegen Stress und Provokationen. Du arbeitest in deiner eigenen, gesunden Geschwindigkeit und erreichst deine Ziele durch deine Beharrlichkeit und Kontinuität. Manchmal machst du dir selbst Druck und wirst dann ruhelos und ungeduldig. Wenn das passiert, setzt du meist auch andere unter Druck und möchtest, dass sie sich deinem Tempo anpassen - was meist bedeutet, dass du sie als zu langsam empfindest und sie zu einer höheren Geschwindigkeit antreiben möchtest. Es besteht bei dir generell die Gefahr, von anderen zu viel zu erwarten. Ein definiertes Wurzelzentrum bringt auch den Druck mit sich, dich weiterzuentwickeln und deinen Körper bewegen zu wollen, z.B. in Form von Sport, Tanz, Fitnesscentern u.ä.

Bei 30% offen (weiß): Es gibt eine Tendenz zu ständiger Eile, Hektik und Ungeduld in dir. Du magst keine unerledigten Aufgaben und lässt dich leicht unter Druck setzen. Sei es durch andere Menschen oder durch Ereignisse im Außen. Da du diesen Druck schnell wieder loswerden möchtest, arbeitest du besonders schnell und willst die Dinge rasch erledigt haben, um sie wieder vom Tisch zu kriegen. Du glaubst: „Wenn ich das nur noch schnell erledige, dann bin ich frei vom Druck!“. Das funktioniert jedoch nicht und du erlebst das auch - daher fühlst du dich oft wie ein Hamster im Rad. Für dich gilt es zu lernen, dass Druck und Stress nun mal zum Leben gehören. Du kannst lernen, die Dinge ohne Druck in deinem eigenen 'Wohlfühltempo' zu erledigen. Wenn du Druck erlebst, wird dieser häufig durch Personen um dich herum erzeugt. Dann hilft es, diesen Druck, diese Energie, entweder für deine eigene Produktivität zu nutzen, oder dich einfach für eine Weile zurückzuziehen und allein zu sein (z.B. in die Natur). Eine Lernaufgabe für dich besteht darin, zu erkennen, wann Druck hilfreich ist und wann nicht. Du sehnst dich mehr als andere nach Sicherheit. Dies liegt daran, dass es dir vermutlich an Urvertrauen mangelt. Hierin liegt die Ursache dafür, dass du dir oft Sorgen machst und dich gegen alle für dich denkbaren Gefahren oder Entwicklungen abzusichern versuchst.

Die an diesem Tor definierten Tore erzeugen bei dir den Druck...
58: Dinge korrigieren, perfektionieren oder verbessern zu wollen.
38: den Sinn des Lebens zu finden, für dieses Thema zu kämpfen & dich einzusetzen.
54: etwas erreichen zu wollen, aufzusteigen, dich weiterzuentwickeln.
53: öfters etwas Neues anzufangen.
60: Grenzen überschreiten und eine bleibende Wirkung in der Welt haben.
52: deine Energie zu fokussieren, dich auf etwas zu konzentrieren.
19: deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und für sie zu sorgen.
39: deine Gefühle auszudrücken und Leidenschaft für etwas zu entwickeln.
41: neue Erfahrungen zu machen.



Ergänzendes Grundlagenwissen zu den Zentren:


Definierte Zentren (farbig) sind immer 'in Betrieb' und funktionieren verlässlich in einer ganz bestimmten, spezialisierten Art und Weise. Diese Spezialisierung ist einerseits eine Stärke, andererseits eine Einschränkung, weil es nur so und nicht anders arbeiten kann. Ist ein Zentrum definiert, WIRKT es und strahlt seine Wirkung auf andere aus. Definierte Zentren geben uns Sicherheit, denn auf ihre Arbeitsweise und ihre Funktion ist Verlass.

Offene Zentren (weiß) sind wie Satellitenschüsseln, die Signale von Außen empfangen. Sie reagieren in ihrer Arbeitsweise auf den Input von Außen, können sich anpassen und blitzschnell ändern, je nach Situation und Einfluss aktiv werden oder passiv sein. Offene Zentren sind in einem WAHRNEHMENDEM Modus und haben das Potenzial für große Weisheit, denn sie können aufgrund ihrer Offenheit alles lernen.

Allerdings geben offene Zentren durch ihre inkonsistente Funktionsweise keinen Halt. Daher können sich Menschen in diesen Aspekten unsicher fühlen und nach Halt suchen. Oft will man die Unsicherheit nicht akzeptieren oder sich nicht eingestehen. Wenn die Unsicherheit nicht ertragen werden kann, kann dies dazu führen, dass jemand die Inkonsistenz seines offenen Zentrums zu kompensieren versucht, in dem er sich in diesem Bereich besonders anstrengt, um sich und anderen damit zu beweisen: Ich kann es doch! Einige wählen stattdessen die Strategie, sich hart zu machen und an etwas festzuklammern, dies dann auch gegen jedwede Kritik zu verteidigen (z.B. bestimmte Vorstellungen, Meinungen, religiöser Glaube).

Die bei dir aktivierten Tore an einem offenen Zentrum 'schlafen', sie warten auf einen Gegenpart, der sie aktiviert. Die Eigenschaften dieser Tore sind also - genau wie das gesamte Zentrum - mal aktiv, und mal nicht - je nach äußerem Einfluss.

Wenn ein Zentrum bei dir komplett offen ist, also kein einziges Tor am jeweiligen Zentrum aktiviert ist, bist du in diesem Bereich sehr beeinflussbar, da du hier keinerlei Halt hast und nicht weißt, wie du damit umgehen sollst oder kannst. Anderseits haben komplett offene Zentren das Potenzial für die ganze Bandbreite an Erfahrungen und können somit für die größte Weisheit in diesem Bereich sorgen.

Anhand der definierten bzw. offenen Zentren lässt sich auf einen Blick erkennen, in welchen Bereichen ein Mensch WIRKEND oder EMPFANGEND ist. Je mehr Zentren offen (weiß) sind, umso sensitiver ist ein Mensch in der Regel für sich selbst, für andere und für seine Umgebung. In den Bereichen der definierten Zentren (farbig) lebt der Mensch tendenziell in seiner eigenen Welt und ist wenig offen für Einflüsse von Außen oder die Meinungen anderer.

Motorzentren: Das Maß an Kraft, dass dir zur Verfügung steht, lässt sich an deinen vier Motorzentren ablesen. Es sind unsere Kraftquellen: das Herzzentrum (Willenskraft), Solarplexus- (Emotionalkraft), Sakral- (Lebenskraft) und Wurzel-Zentrum (Antriebskraft). Je mehr dieser Zentren definiert sind, umso mehr Kraft steht dir zur Verfügung.

Bewusstheitszentren: Die Definition deiner Bewusstseinszentren entscheidet darüber, ob und wie du dein eigenes Leben wahrnimmst, ob und wie du es wahrnimmst, lebendig zu sein. Ob und in wieweit du dir der Qualität deiner Beziehungen bewusst bist. Dein Bewusstsein wird von drei Zentren repräsentiert, dem Ajna-Zentrum (Verstand, mentales Bewusstsein), Milz-Zentrum (Intuition, instinktives / intuitives Bewusstsein) und dem Solarplexus-Zentrum (emotionales Bewusstsein). Dies bestimmt, aus welchem Blickwinkel man überwiegend auf das Leben schaut: emotional, mental oder intuitiv. Zusätzlich zu den Zentren wird dies auch von der Anzahl der Linien (Hochzahlen) der 26 Tore beeinflusst, die bei jedem von uns definiert sind. Bei einer Human Design Analyse wird daher auch die Anzahl bestimmter Linien errechnet: die 1. und 2. Linien betreffen die Intuition, alle 3. und 4. Linien die Emotionalität und 5. und 6. Linien den mentalen Bereich. Rechnet man die Häufigkeit zusammen, ergibt sich ein noch genaueres Bild darüber, ob und ich welchem Maße ein Mensch sich von seinem Kopf, seinem Gefühl oder seiner Intuition leiten lässt.

Bedenke: Diese Aussagen müssen immer in Zusammenhang mit den Eigenschaften der bei dir aktivierten Tore und Kanäle gesehen werden. Einzelne Tore und Kanäle können die Eigenschaften der Zentren überlagern oder ihnen diametral gegenüberstehen. Dies ist eher die Regel als die Ausnahme, denn dies bildet unsere inneren Widersprüche und Konflikte ab. Um den gesamten Zusammenhang erkennen zu können, empfehle ich deshalb unbedingt eine ausführliche und professionelle Human Design Analyse. Klicke bei Interesse bitte HIER.


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