Spritiwissen.de Wissen von A-Z

Zurück zum Hauptthema oder wähle einen von 10 Unterpunkten:

Geistige Gesetze

Prinzip des Ausgleichs (Karma)

Dieses Gesetz ist Teil des Gesetzes von Ursache und Wirkung. Als Mensch lernen wir durch Erfahrungen. Wir haben einen freien Willen und können ihn beliebig einsetzen. Wer seine Kraft und Macht einsetzt, um anderen zu schaden, sei es körperlich, seelisch oder materiell, erschafft sich dadurch KARMA. Die Kräfte, die hinter diesem Gesetz stehen, werden unausweichlich dafür sorgen, dass dieser Schaden auf denjenigen, der ihn ausgesandt hat, zurückkommt – und zwar verstärkt. Indem wir ernten, was wir säen, lernen wir, wie unangenehm das ist, was wir anderen zugefügt und in ihnen ausgelöst haben. Dies geschieht nicht als „Strafe“, sondern dient der jeweiligen Seele als Lernerfahrung. Die Erfahrung lehrt, wie sich das, was sie ausgesandt hat, anfühlt. Welche Auswirkung es hat, damit wir die Folgen unseres Tuns erkennen und Mitgefühl entwickeln können. Und so können wir uns beim nächsten Mal bewusst anders entscheiden, anders reagieren.

Das 'Feedback' auf unser Tun kommt meist zu einem ganz anderen Zeitpunkt und in einem ganz anderen Zusammenhang zu uns. Und oft verstehen wir dann nicht, warum uns das geschieht, beklagen uns über die Ungerechtigkeit des Schicksals, beschweren uns bei Gott oder halten es einfach nur für Pech. Doch es gibt weder Zufälle noch einen strafenden Gott - sondern nur ein geistiges Gesetz, dass ausgesandte destruktive Energie immer zu seinem Absender zurückführt.

Einige Menschen haben so viel Leid verursacht, dass es nicht möglich ist, dies innerhalb eines einzigen menschlichen Lebens auszugleichen. Dann ist ihr Karma in einem anderen oder mehreren anderen Leben abzutragen. Diejenigen, die nicht an die Reinkarnation glauben, mögen sich um diese Tatsache zunächst nicht scheren. Aber: Die Unwissenheit der geistigen Gesetzmäßigkeiten schützt nicht vor ihren Folgen! Lassen wir einen Apfel fallen, fällt er zu Boden, egal ob wir nun an das Gesetz der Schwerkraft glauben oder nicht.

Ebenso wie dieses „negative“ Karma das entsteht, wenn wir anderen Wesen Schaden zufügen, gibt es auch positives Karma. Im Buddhismus wird es „Dharma“ genannt. Es enthält all die konstruktiven und angenehmen Erfahrungen, die wir in unserem zahlreichen Vorleben gesammelt haben. Es bildet die Balance zu unserem negativen Karma. Das „positive Karma“ aus unserer Vorleben ist die Ursache für die Fähigkeiten und Talente, die wir in dieses Leben mitbringen. Wir haben sie uns in früheren Leben erworben. Es ist immer ein bisschen mehr als unser negatives Karma, damit wir die unangenehmen karmischen Ausgleichs-Erfahrungen auch abtragen können.

Alle Religionen kennen das Gesetz des Ausgleichs. Und auch der Volksmund kennt es. So heißt es beispielsweise: „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!“. Oder im Christentum: „Alles, was du willst, dass die Menschen dir tun, das tue ihnen zuvor.“ Oder im Judentum: 'Was du nicht willst, dass andere dir zufügen, tue du auch ihnen nicht.' Im Islam heißt es: 'Der ist kein wahrhaftiger Gläubiger, der seinem Bruder nicht das Gleiche zudenkt und erweist, was er sich selber zuliebe täte.' Und im Hinduismus heißt es: 'Füge deinem Nachbarn nicht zu, was du nicht von ihm erdulden möchtest.' Und der Buddhismus lehrt: 'Erweise den anderen die gleiche Liebe, Güte und Barmherzigkeit, von der du wünschest, dass sie dir entgegengebracht werde'.

Vorlesen: Prinzip des Ausgleichs (Karma)


Zurück zum Hauptthema oder wähle einen von 10 Unterpunkten:

Dein FEEDBACK zu diesem Thema

nach oben  *  Quellennachweis
Nächstes Thema: Resonanzgesetz



Copyright © 2022 by Sven-Oliver Wirth