Spritiwissen.de Wissen von A-Z

Zurück zum Hauptthema oder wähle einen von 14 Unterpunkten:

Beziehungen

Abwechslung

Oft erscheint es uns so, als ob ein anderer Partner attraktiver und aufregender währe als der/die momentane Lebenspartner/-in. Und das stimmt auch! Eine neue Frau oder ein neuer Mann kann uns neu erregen, frische Energie bringen und uns in eine gute oder gar euphorische Stimmung versetzen. Mittelmäßig entwickelte Menschen bleiben daher bei ihrem Partner nur solange, wie ihr Partner sie interessiert und er oder sie ihn erregen. Wenn die Erregung nachlässt, gehen sie zur nächsten vielversprechenden Quelle von Erregung und dann zur nächsten und so weiter.

Aber nicht die ZEIT tötet unsere Lust aufeinander, sondern die Vertrautheit! Vertrautheit für zur Depolarisierung. Depolarisierung unter Liebenden führt meist zu Verachtung. Wenn du „depolarisiert“ bist, bist du nicht mehr in deiner männlichen bzw. weiblichen Kraft. Wir haben dies verstärkt, indem wir den Wert von femininen Frauen herabgesetzt haben. Heute gilt, dass ein beruflich erfolgreicher Mensch irgendwie wertvoller oder attraktiver zu sein scheint als jemand, der sich "nur" um die Kinder kümmert, einkaufen geht und den Haushalt organisiert. Oder sich ganz irgendeiner Form von Kunst oder "Schönheit" widmet.

Die klassischen femininen Eigenschaften sind bei dieser Entwicklung zu einem großen Teil auf der Strecke geblieben, denn sie wurden nicht mehr angemessen anerkannt. Und um Anerkennung zu erhalten, haben sich Frauen in die Berufswelt gestürzt, um auch "Karriere" zu machen, während viele Männer gleichzeitig zu Hausmännern wurden. Die klassiche Rollenverteilung vom Mann als "Versorger der Familie" und der Frau als "Hausfrau" für Kind und Herd hat sich längst aufgelöst. Das schafft neue Freiheiten - aber ein Ergebnis dessen ist, dass viele Frauen ihre femininen Qualitäten verloren haben: die meisten Frauen sind immer männlicher geworden. Und Männer sind in Bezug auf ihre Rolle immer unsicherer geworden, was diese Männer in den Augen vieler Frauen schwach und unattraktiv erscheinen lässt.

Wenn in einer Beziehung zu große Nähe herrscht, wenn ALLE Geheimnisse miteinander geteilt werden, wenn man jedes Detail aus dem Leben des Partners kennt, weicht meist das schöne Gefühl der Vertrautheit irgendwann der Langeweile und Unattraktivität. Wenn die Partnerschaft auf diese Weise "depolarisiert" ist, fällt es meist schwer, sich für seinen Partner, der einen vielleicht schon anödet, noch einmal neu aufzuschwingen. Und doch ist es genau das, was entwickelter Menschen machen - und zwar mit dem Partner und der ganzen Welt!

Depolarisierung ein Zeichen dafür ist, dass wir aufgehört haben, unsere Qualitäten als Mann und als Frau ganz einzubringen. Und so spiegelt dir die Welt und der eigene Partner deine innere Ödnis und "Lustlosigkeit". Dabei braucht es für einen Mann manchmal nur einen einzigen, kurzen Augenblick, in dem er herausgefordert fühlt, auf eine existenzielle Krise, einen Notfall oder eine Bedrohung zu reagieren - und schon reaktiviert er wieder in seine volle männliche Kraft! Ebenso braucht es bei einer Frau manchmal nur ein Lob oder eine tiefe Wertschätzung, um ihr verloren gegangenes Strahlen wieder neu zu wecken.


Zurück zum Hauptthema oder wähle einen von 14 Unterpunkten:

Dein FEEDBACK zu diesem Thema

nach oben  *  Quellennachweis
Nächstes Thema: Anziehungskraft



Copyright © 2022 by Sven-Oliver Wirth