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Angst

Die sieben Urängste

Jeder von uns muss sich im Laufe seines Lebens mit bestimmten Urängsten auseinandersetzen. Diese Urängste schlummern in unserem Unterbewusstsein. Erkennbar werden sie meist nur durch die Strategie, mit der wir versuchen, sie zu bewältigen. Die folgenden Informationen stammen aus der geistigen Welt und sie helfen uns zu verstehen, warum wir und andere ganz bestimmte Verhaltensmuster leben. Die Ursache dafür, also WARUM wir diese Verhaltensmuster leben, ist uns in der Regel nicht bewusst, denn ihr liegt eine der folgenden Urängste zugrunde, die uns nicht bewusst ist.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Erkenne das Verhaltensmuster - dann erschließt sich dir die dahinterliegende Urangst. Im nächsten Schritt können wir versuchen, dies im Alltag bewusst zu beobachten. Und im Laufe der Zeit verstehen wir immer besser, wie eine ganz bestimmte Angst uns (und andere) zu bestimmten Verhaltensweisen treibt. Allein die Beobachtung unseres ausweichenden Verhaltens gegenüber der dahinterliegenden Urangst kann dazu führen, dass diese Angst angeschaut und erlöst werden kann. Denn dort, wo Licht - unsere bewusste Aufmerksamkeit - hinfällt, muss die Dunkelheit - die Angst - weichen.

Auf jede der sieben Urängste kann mit einer (oder mehreren) von drei archetypischen Verhaltensweisen bzw. Strategien reagiert werden:

Die Angst vor Versagen:

Das Mauerblümchen: Ist schüchtern, hält sich gern unauffällig im Hintergrund. Es vermittelt gerne den Eindruck, nicht sehr fähig für bestimmte Aufgaben zu sein. Dies deshalb, um von anderen nicht in die Pflicht genommen zu werden denn es hat Angst davor, dann eventuell zu versagen. Deshalb bleibt es am liebsten unsichtbar.

Die gute Seele: Bescheiden, lieb, friedlich, harmoniesüchtig, kann niemandem etwas Zuleide tun, lächelt viel. Möchte "gut" sein und von anderen dafür geschätzt werden. Es hat Angst, sich im Falle eines Streits oder bei Kritik nicht wirklich wehren zu können, also bei der "Selbstverteidigung" und Abgrenzung zu versagen.

Das fleißige Lieschen: Sehr fleißig, kompetent, stets beherrscht, sehr ehrgeizig und perfektionistisch. Es versucht dadurch, den Verdacht, "nicht gut" bzw. eventuell sogar unfähig zu sein, durch übergroße Anstrengungen zu wiederlegen und sich dadurch vermeintlich unangreifbar zu machen.


Die Angst vor Lebendigkeit:

Der Spielverderber: Muffig, nörgelnd, ärgert sich über alles Mögliche, hält sich für einen Pechvogel und ist eine Spaßbremse. Spontane, kindliche Freude und Lebendigkeit sind ihm suspekt, da er unbewusst Angst hat vor der eigenen, ihn eventuell überwältigenden, kraftvollen Lebendigkeit hat.

Der Griesgram: Mäkelt an allem herum, ist meist destruktiv, sieht überall Gefahren und verbreitet schlechte Laune. Er findet jedes Haar in der Suppe, verbreitet Pessimismus und Hoffnungslosigkeit. Er sabotiert gezielt seine eigene Lebensfreude aufgrund seiner unbewussten Angst vor der eigenen Lebendigkeit.

Der Trauerkloß: Traurig, verbittert, sucht das Mitleid von anderen. Boykottiert seine Lebensfreude durch traurige und leidvolle Geschichten aus der Vergangenheit. In dem er das Leid in den Mittelpunkt stellt, ignoriert er das Freudige, Kraftvolle und Lebendige in ihm, denn diese unberechenbaren Kräfte sind, wovor er sich in der Tiefe fürchtet.


Die Angst vor Wertlosigkeit:

Der Sündenbock: Nimmt gerne alle Schuld auf sich, während er allen anderen gerne vergibt und verzeiht. Er ist meist devot und bietet sich als Opfer an. Denn unbewusst glaubt er, für irgendetwas büßen zu müssen und akzeptiert, dafür bestraft werden. Gegebenenfalls auch von sich selbst, indem er sein eigenes Leben, seine Freude oder Freiheit boykottiert. Grund dafür ist die unbewusste Angst, in Wirklichkeit nichts wert zu sein. Nicht mal wertvoll genug, um hier und jetzt zu leben.

Das Sonnenscheinchen: Ist fast immer freundlich, stets heiter und fröhlich und möchte alle anderen stets glücklich machen. Es möchte dienen, für andere da sein und gebraucht werden, um sich auf diese Weise unentbehrlich machen. Dies aber nicht aus Herzensgüte, sondern aufgrund der Angst, in Wahrheit überhaupt nichts wert zu sein. (Beispiel: Thomas Gottschalk)

Das tapfere Schneiderlein: Gibt gerne und oft an, redet großspurig, ist mutig, erhöht sich selbst ständig und hält sich für besser als alle anderen. Es versucht auf diese Weise, sein schwaches Selbstwertgefühl zu kompensieren, damit die eigene, vermeintliche Wertlosigkeit nicht angeschaut werden muss. (Beispiel: Donald Trump)


Die Angst vor dem Unberechenbaren:

Der Autonome: Strebt danach, möglichst völlig unabhängig von anderen zu sein. Er liebt die Ordnung und Freiheit und plant meist klug voraus. Er versucht, sich möglichst unabhängig von äußeren Einflüssen (auch von persönlichen Beziehungen) zu machen. Der Grund dafür ist seine ihm unbewusste Angst, dass ihm unberechenbare Veränderungen plötzlich den Boden unter den Füßen wegziehen könnten.

Der Sturkopf: Hat einen starken Willen und viel Durchsetzungskraft, ist beharrlich, trotzig und manchmal radikal. Er hält eisern an Regeln fest, auch wenn diese nicht (mehr) angemessen sind. Er versucht auf diese Weise Halt und Sicherheit zu finden, da er in der Tiefe Angst vor der Unberechenbarkeit des Lebens hat.

Der Überlebenskünstler: Kommt scheinbar mit allem zurecht, wirkt unverwundbar, ist anpassungsfähig, fröhlich. Er ist meist praktisch veranlagt, geschickt, holt aus allem das Beste heraus und empfindet selten Leid. Erscheint ihm eine Situation als bedrohlich, versucht er sie möglichst schnell zu klären. Wenn dies nicht möglich ist, ignoriert er sie einfach oder redet sie sich schön. Er versucht, die Dinge möglichst leicht zu nehmen, denn das ist seine Strategie, um mit der ihm unbewussten Angst vor der Bedrohlichkeit des Unberechenbaren umzugehen. (Beispiel: Thomas Gottschalk)


Die Angst vor Mangel:

Der Vielfraß: Möchte alles möglichst groß, fett und reichlich, z.B. Autos, Haus, Geld, Liebe, Anerkennung, Sex und Erfolg. Er kann von all diesen Dingen nie genug bekommen, er ist unersättlich. Zudem ist er meist mit sich selbst unzufrieden und sucht den Neid und die Anerkennung anderer. Denn in der Tiefe fürchtet er den Mangel, am Ende verhungern zu müssen oder von irgendeiner anderen Ressource nicht genügend zu haben.

Der Geizhals: Er ist misstrauisch, sehr sparsam und verbirgt, was er hat. Er möchte vor allem NEHMEN und es BEWAHREN. Auch hat er häufig Angst, von seinen Mitmenschen bestohlen oder betrogen zu werden. Er legt wenig Wert auf teure oder wertige Kleidung und ist ein ausgemachter Schnäppchenjäger. Selbst wenn er Millionen besitzt: Er fürchtet in der Tiefe, durch irgendwelche Ausgaben möglicherweise seine Sicherheit zu gefährden und am Ende zu wenig zu haben oder zu leiden. (Beispiel: die Aldi-Brüder).

Der Habenichts: Er besitzt am liebsten gar nichts und gefällt sich darin, recht anspruchslos zu sein. Er hat meist viel Mitgefühl mit jeder Form von Armut. Jedes "Zuviel" ist ihm zuwider, er beschränkt sich daher in seinem Lebensstil auf das absolut Notwendige. Altmodisches und Gebrauchtes gefällt ihm meist gut und er gestaltet sein Umfeld damit. Er führt den Mangel in seinem Leben unbewusst selbst herbei. Seine Logik ist: "Wer nix hat, dem kann auch nix genommen werden!" Und wenn er nichts oder nur sehr wenig hat, dann braucht er auch keine große Angst vor Mangel zu haben, meint er. Auf diese Weise ist aus seiner eigentlichen Angst vor Mangel eine Angst vor Fülle geworden. Denn hätte er "viel", könnte er es wieder verlieren oder es könnte ihm genommen werden, und dann würde sofort seine Angst vor Mangel wieder aktiv.


Die Angst vor Verletzung:

Der Hochnäsige: Fühlt sich überlegen, hält sich für etwas Besseres, wirkt oft arrogant. Er verursacht durch seine Kritik und sein herabschauen in anderen Minderwertigkeitsgefühle, die sie ansonsten nicht hätten. Bei Angriffen oder Kritik versucht er den Eindruck zu erwecken : "Das macht mir alles gar nichts aus, das perlt einfach an mir ab!". In der Tiefe hat er Angst davor, verletzt zu werden. Und damit dies möglichst nicht geschieht, versucht er, sich auf eine höhere Stufe zu stellen, so dass er für andere, die ihn verletzen könnten, unerreichbar wird.

Der Racheengel: Wird rasch wütend, ist aufbrausend, feurig, aggressiv und ist schnell beleidigt. Wenn er gekränkt wird, rächt er sich sofort oder wartet er auf den Tag, an dem er das vermeintliche Unrecht durch einen Racheakt wieder ausgleichen kann. Die Wut und Aggression sind Ausdruck seiner unbewussten Angst vor Verletzung, die er in diese Formen umgemünzt hat.

Das Sensibelchen: Ist extrem empfindlich, zart, sensibel und sehr dünnhäutig. Es klagt über viele unangenehme Einflüsse, die andere gar nicht bemerken: Erdstrahlen, Chemtrails, Elektrosmog, Funkwellen, Handystrahlung, Lärm, zu viel Hitze usw. Es drückt aus: "Ich bin so empfindlich, du darfst mich nicht kritisieren oder verletzten - das kann ich nicht verkraften!". Es versucht auf diese Weise, seine Mitmenschen zu besonders großer Rücksichtnahme und Verzicht auf jedwede Kritik zu bringen, denn in der Tiefe leidet es an einer übergroßen Angst vor Verletzung.


Die Angst vor Versäumnis:

Der Zappelphilipp: Ist meist hektisch, nervös, immer unruhig, immer in Bewegung, fahrig, sprunghaft und langweilt sich sehr schnell. Dieses Verhalten ist Ausdruck der unbewussten Angst, irgendetwas zu versäumen, wenn man sich auf eine einzige Sache konzentrieren würde und dadurch Wichtiges, was um einen herum passiert, verpassen würde. (Beispiel: Otto Waalkes)

Der Rennfahrer: Ist sehr schnell, immer in Eile, dabei ist er effizient und zielorientiert. Er ist unter ständigem Druck, rast von Ziel zu Ziel, ohne genau zu wissen, wo er am Ende eigentlich ankommen will. Genuss, Muße und Langsamkeit sind schwierige Themen für ihn. Selbst im Urlaub fällt es ihm sehr schwer, einfach mal "nichts" zu tun. Der Druck, sich ständig zu beeilen, rührt von der unbewussten Angst, etwas zu verpassen, wenn man herumtrödeln würde oder zu langsam ist.

Der Scheintote: Ist ständig erschöpft, fühlt sich manchmal wie gelähmt, ist oft müde und apathisch. Einerseits spürt er einen ungeduldigen Druck, Dinge zu erledigen, anderseits sehnt er sich nach Ruhe und einer Auszeit. Oft würde er sich angesichts der vielen zu bewältigenden Aufgaben am liebsten eine Decke über den Kopf ziehen und wochenlang einfach nur schlafen. Es wechseln sich Phasen betriebsamer Hektik mit Phasen totaler Erschöpfung ab. Dieser ständige Konflikt und das Gefühl "ich kann nicht mehr!" kann zu Selbsthass und Depressionen führen. Ruhephasen können dann nur schwer angenommen und genossen werden, weil es diese ständige, unterschwellige Angst gibt, dann irgendwelche wichtigen Dinge zu versäumen oder nicht mehr rechtzeitig "gebacken" zu kriegen.


Die Einteilung in diese Typen stammt aus dem gechannelten Buch "Die sieben Archetypen der Angst: Die Urängste des Menschen erkennen, verstehen und behandeln" von Varda Hasselmann und Frank Schmolke (Goldmann Verlag), in denen die hier aufgeführten Archetypen ausführlich beschrieben werden.


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